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Das hat mal wieder Spaß gemacht. Nachden letzten Wochen, in denen ich mich permanent schlapp gefühlt habe, hab ich gestern endlich mal wieder ein recht vernünftiges Tempotraining durchführen können.
Nachdem es Mittags schüttete, hab ich mich abends mal wieder mit Ingbert auf der Bahn in Elsenfeld verabredet. Die 1000 – 2000 -3000 – 4000m Tempoeinheiten waren zwar alle etwas langsamer als im Plan stand, aber wenn man die 10 km zusammenrechnet, kommt immerhin eine niedrige 33er Zeit heraus. Besonders der 4000er lief ganz gut.
Blöd war nur die verspätete Startzeit, durch die wir zum Schluß noch mal Regen abbekamen und ich heute schon wieder am rumkrächzen bin.
Ich hatte mir vorgenommen auf der flachen, aber doch sehr eckigen Strecke in Niedernberg trotz der seit 2 Wochen sehr schweren Beine und der dank Fußball Ortspokal schmerzenden Knochen eine möglichst gute Platzierung herauszulaufen, und das gelang optimal. Bei noch recht warmen Wetter entwickelte sich von Anfang an ein gleichmäßiges, aber glücklicherweise recht langsames Rennen. Nach der ersten von vier Runden waren wir auch noch ca. 6 Läufer an der Spitze. Nachdem einer nach dem anderen den Anschluß verlor, war ich irgendwann mit meinem Vereinskollegen Uwe Reinke alleine vorne. Er hängte sich an mich und wir passierten zum zweiten Mal den Start/Ziel Bereich. Als ich hörte dass seine Atmung immer lauter wurde, versuchte ich etwas zuzulegen und war dann bald alleine. Ich machte nur soviel wie unbedingt nötig, die Kraft mich zu quälen fehlt mir im Moment total. Nach 34:50 min konnte ich einen recht lockeren Sieg feiern. 2 Minuten über der Bestzeit ist ja nicht gerade eine super Leistung, aber nach dem langen (und auch erfolgreichen) Frühjahr ist im Moment nichts mehr von meiner Form da. Bis zum Herbst ist aber jetzt ausreichend Zeit wieder schön langsam aufzubauen und dann noch ein paar gute Ergebnisse zu erzielen. Was und wo steht dabei allerdings nach der Absage von LOWA für den Transalpine-Run noch ein bisschen in den Sternen. München? Berlin? Ein Bergmarathon? Oder doch noch der Transalpine?
Bei der Siegerehrung mit vielen schönen Preisen, konnten wir TSG’ler ordentlich abräumen, man konnte schon fast denken es wären Vereinsmeisterschaften. Nach mir komplettierten mit Uwe Reinke und Roger Uhl noch zwei Kleinostheimer das Podest. Oliver Assmus und Bernd Schneider folgten auf Platz 8 und 12. Bei den Damen lief unsere Claudia Hille als erste ins Ziel, auf Platz 5 kam Astrid Pietsch. Folglich konnten wir in der Mannschaftswertung das Barbeque vom Seehotel Niedernberg gewinnen.
In der Einzelwertung gewann ich einen Gutschein vom „Constantina“ in Aschaffenburg über ein Abendessen für 2 Personen.
Wer ist die 2. Person? Bewerbungen sind ab sofort möglich. Junge, hübsche Frauen werden bevorzugt.
Am Wochenende stand der Hochblauen-Berglauf in Müllheim mit Deutschen Meisterschaften an. Und mein Gefühl hat mich nicht getäuscht. Nach dem letzten Wochenende mit dem 35er und der langen und harten Radeinheit konnte ich mich die ganze Woche nicht erholen. Ich hab mich einfach nur platt gefühlt. Und so kam auch ein eher enttäuschendes Ergebniss zu stande. Als 35. und in der AK gerade noch in der Top Ten kam ich nach 10,5 Kilometern und gut 900 hm in 52:53 min oben an. Ich konnte zu keinem Zeitpunkt richtig Gas geben, ich hatte immer das Gefühl nur mit angezogener Handbremse zu laufen. Im Vergleich mit dem Kandelberglauf vor ein paar Wochen habe ich auf die selben Läufer mehr Zeit verloren, obwohl der einen Tag nach dem Hypolauf war und ich dort wirklich locker machte.
Es wird Zeit für die Regeneration.
Vorher bin ich aber am Samstag noch in Niedernberg beim Honischlauf bei den 10km Kreismeisterschaften am Start. Das wird bestimmt wieder ein ziemliches Desaster, vor allem weil ich mich jetzt doch habe überreden lassen bei den Fußball-Ortsmeisterschaften mitzukicken. Am Mittwoch hab ich mich noch schön rausgehalten, aber gestern standen 2 Spiele an und die Personaldecke war etwas dünn. Nachdem ich letztes Jahr mehrfach auf die Knochen bekommen habe, ging es diesmal sehr fair zu. Ein schönes Tor, ein Lattentreffer und zwei „Assist-Punkte“ sind meine Bilanz bis jetzt. Und heute abend geht es gegen die Italien Auswahl des Bachgaus, die gestern schon durch Schiedsrichterbeleidigungen, Provikationen und Rumheulerei aufgefallen sind. Eben wie ihre echten Vorbilder.
Heute morgen hatte ich noch in Edgars Blog gelesen, dass er Opfer eines „Luftangriffs“ wurde. In der Mittagspause erwischte es mich dann selbst.
Ich war auf der Hösbacher Downhillstrecke unterwegs, allerdings in „Uphill“ Richtung. Oben im einzige Flachstück hörte ich plötzlich den lauten Schrei eines Vogels. Ich hätte mir bestimmt nichts dabei gedacht, hätte ich in letzter Zeit nich häufig von Angriffen auf Läufer gelesen oder gehört. So drehte ich mich aber um, und knapp hinter mir stürzte sich ein Greifvogel auf mich herunter. Ich weiß nicht ob es ein Bussard war? Er kam mir nicht besonders groß vor. Trotzdem machte ich einen Satz ins Gebüsch und rannte quer durch den Wald. Schön die Beine hab ich mir dabei aufgerissen. Immer wieder lies der Vogel Schreie fahren und kreiste um mich herum. Richtig nahe kam er aber nicht mehr. Ich suchte mir auch eine Stock, aber nach gut 500m war ich wohl aus seinem Revier heraus und er wieder verschwunden.
Was ist denn mit den Viechern los? Klar, sie verteidigen ihr Revier und ihre Nester. Gerade jetzt brüten viele oder haben Jungvögel. Aber vor ein paar Jahren habe ich nie so was gehört, in der letzten Zeit erzählt plötzlich jeder ähnliche Geschichten.
Am Samstag war ich mal wieder in Mömlingen. Ich hatte mir einen langen Lauf vorgenommen. Also bin ich die 7,5 Kilometer zum Lauftreff gejoggt um dort mit Edgar eine Runde drehen. Allerdings wollte Edgar heute in Kahl an den Start gehen und lief nur lockere 7 Kilometer. Also bin ich zusammen mit Peter auf die Pitschgrundrunde von 17, 5 Kilometer. Mit einem etwas verlängerten Rückweg nach Wenigumstadt kam ich so auf 34 Kilometer.
Heute stand dann wieder eine Radeinheit auf dem Programm. Wie letzte Woche auch sollte es ums Mainviereck gehen. Letzte Woche kamen so knapp 170 km im 33er Schnitt zusammen.
Diesmal waren aber nicht nur Roger und ich unterwegs, zu 6. waren wir.
Nachdem ich locker nach Niedernberg zum Treffpunkt gerollt war ging es gleich richtig zur Sache. Über Obernburg fuhren wir nach Miltenberg, nach gerade mal 1 Stunde waren wir dort, und der Tacho zeigte einen 37er Schnitt an. Die Ironmänner (in spe) der TSG zeigten das die Vorbereitung scheinbar stimmt. Über Wertheim ging es weiter, immer schön am Main bis nach Lohr. Ich war mittlerweile ziemlich platt und hab gehofft dass ich nicht der erste bin der „platzt“. Kaum mal unter 40, und Roger trieb uns immer mehr an. Erstes Opfer wurde Thomas. Nach 2 Wochen Erkältung konnte er das Tempo nicht mehr halten und entschied sich alleine zurück zu fahren. Nach Lohr wurde es dann auch immer welliger, über Partenstein und Heigenbrücken ging es auf den Engländer hoch. Dort trennten sich unsere Wege, jeder fuhr Richtung Heimat. Mit Christian hatte ich wenigstens bis Hösbach noch einen Begleiter. Auf der langen Abfahrt nach Sailauf konnte ich mich zum Glück erholen und den Schnitt trieben wir ein letztes Mal über 37 km/h.
Als ich in den Hof einbog zeigte der Tacho 175 Kilometer in einem 36,6 km/h Schnitt an. Da hätte ich auch bei einem Radrennen starten können. Zum Glück hab ich es noch bis zum Kühlschrank geschafft, wo eine riesige Portion Erdbeeren mit Haferflocken und Sahne auf mich wartete.


