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Endlich schaffe ich es eine kurzen Bericht über den Lohrer Berglauf am Sonntag zu schreiben.
So gut wie wohl noch nie waren die Meisterschaften besetzten. Unter den Augen von DLV Berglaufwart Wolfgang Münzel waren vor allem die besten deutschen Jugendläufer am Start. Die Brüder Manuel (Jugend Europameister 2005, 7.Platz Zermatt Marthon 2007, deutsches Berglaufteam) und Renè Stöckert (deutsches Berglaufteam, bayrischer Jugendmeister 3000m) und Julius Helm vom TSV Ostheim/Rhön, Markus Geiger vom TSV Brendlorenzen, der auch schon 31er Zeiten über 10 km stehen hat und weitere Läufer aus Ostheim, Haßberge, Brückenau usw.
Gestartet wir auf der Tartanbahn und nach knapp 2 Runden geht es hinaus aus dem Stadion in Lohr. Markus Geiger suchte sein Heil in der Flucht, lief die erste Runde in 66(!) sek. und ich hatte schon Angst ich werde überrundet. Bald bildete sich eine Verfolgergruppe mit den 3 Ostheimern und mir. Knapp 3 Kilometer geht es mehr oder weniger flach dahin, was sich auch in den Kilometersplits wiederspiegelt: 3:23 min, 3:23 min, 3:29 min. Geiger hat hier schon knapp 45 sek Vorsprung. Die Stöckerts haben setzten sich jetzt am Berg auch langsam aber stetig ab. Zusammen mit Julius Helm baue ich den Vorsprung nach hinten aber kontinuirlich aus. Die nächsten beiden Kilometer, erst wellig, dann auf die Franziskushöhe hinauf gehen in 8:11 min weg. Zwischen uns beginnt ein schöner Zweikampf. Wir überholen uns immer wieder, treiben uns an aber keiner kann sich absetzen. Wenn es „crossig“ wird, mit vielen Wurzeln hab ich leichte Vorteile, auf normalen Forstwegen habe ich zu kämpfen. Bis Kilometer 6 geht es jetzt ordentlich hoch, 4:47min. Auf den nächsten beiden Kilometern fühle ich mich super, trotz schweren Bodens laufen wir zwei mal hintereinander eine 4:07min. Danach das ein Kilometer lange Bergabstück, auf dem ich eigentlich Tempo machen wollte. Aber mir bleibt plötzlich die Luft weg, ich kann nicht mehr tief einatmen. Helm ist mit einem Schlag weg. 3:33min, auf diesem Stück praktisch Schneckentempo. Erst als es wieder hoch geht kann ich erst wieder ein paar Meter gut machen, dann den Abstand konstant halten. Diesen wirklich schweren Kilometer kann ich wieder in 3:45 laufen. Nach ein paar Hundert flachen Metern noch mal eine kleine Gemeinheit: Es geht hoch bis zum Rand des Speicherbeckens.
Nach 43:25 min kann ich als 5. im Einlauf nach 11 km und 520 Höhenmetern den Sieg in der AK 30 feiern.
Insgesamt bin ich sehr zufrieden, gegen diese starken Gegner bin ich eine ordentliche Zeit gelaufen und hab die für mich optimale Platzierung herausgeholt. Schade um die verschenkten Sekunden bergab.
Nach dem Bergmarathon bin ich wie tot ins Bett gefallen, außerdem hatte ich ein Kratzen im Hals und meine Nase zu. Ich wusste garnicht wie ich überhaupt aus dem Bett kommen sollte.
Der Stand vor dem abschließenden Halbmarathon war Platz 6 Gesamt, 2. AK, 31 Sekunden vor Christian Auer und 1:50 vor Michael Sailer. Die Taktik war also klar, die Beiden beobachten und dranhängen. Das Wetter war schon wieder perfekt, die Muskeln aber müde. Beim Einlaufen wurde es langsam besser und ich war guter Dinge. Ich hoffte dass eine Zeit knapp unter 1:18 langen würde um die Platzierung zu verteidigen. Aber es ging sofort die Post ab. Meine beiden Konkurrenten hatten die Ergebnissliste auch genau studiert und gaben sofort Gas. Irgendwann riss Auer ab, ich blieb an Sailer dran um nichts zu riskieren. Die Kilometerzeiten alle 3:30 oder knapp darunter. So ging es im Gleichschritt die ersten Runden um den Walchensee. Bei Kilometer 14 hatte Sailer erstmals Probleme und es tat sich eine Lücke auf. Ich war darüber nicht unglücklich, nahm Tempo raus und lies ihn wieder herankommen. Erstmals liefen wir jetzt über 3:40 min/km. Wir wechselten uns jetzt im Wind ab. Bei Kilometer 17 hatte ich mich gerade auf ein lockeres Auslaufen eingestellt als wie aus dem Nichts das gelbe Trikot von Auer wieder neben uns war. Ich hatte ihn zwischendurch nicht mehr gesehen, so weit war er weg. Das Tempo ging wieder hoch. An einem kleinen Anstieg zog ich dann einen Sprint an und konnte beide abhängen. Ich hängte mich an einen Staffelläufer und der Vorsprung wuchs wieder an. Aber besonders Sailer kämpfte wie irre und kam wieder ran. Wahnsinn wie der sich quälen kann. So liefen wir dann im Sekundenabstand hintereinander ins Ziel, und alles blieb beim Alten.
1:14:08 Std. Einen Tag nach dem Marathon mit 2000 Höhenmetern. Dass hätte ich vorher nie geglaubt, dass sowas möglich ist. Da sieht man mal was geht wenn man muss.
Insgesamt ein super Saisonabschluss, wenn auch viel härter als geplant. Gute Orga, interessante Strecken und ein ausergewöhnlicher Event. Jetzt werde ich meinen Urlaub schön geniesen können.
Glückwunsch an Rainer zur neuen Marathonbestzeit in München!
Kaiserwetter – Kaisermarathon. Die äußeren Bedingungen waren wirklich traumhaft gestern.
Um 11 Uhr wurden wir auf die Strecke geschickt und drehten erstmal eine 7 Kilometerrunde Richtung „Sunnseitweg“. Mit ein paar leichten Anstiegen und leicht wellig war die genau nach meinem Geschmack. Es bildete sich sofort eine Spitzengruppe mit Wyatt, den beiden Kenianern und Schwarz und Heigl, zwei Österreichern. Dahinter eine Verfolgergruppe mit Stephan Tassani-Prell, den ich vom Transalpine-Run kenne und mir. Irgendwann kamen wir wieder näher und so kam es dass wir bald eine Gruppe waren und lange zusammen liefen. Die Stars hatten es nicht besonders eilig, eimal blieben sie in seelenruhe stehen und pinkelten am Wegesrand. So kam es dass Stephan und ich als wir nach 7 km wieder nach Söll kamen die Führung inne hatten und uns den größten Applaus abholen durften. Mit 29:06 waren wir bis dahin gemütlich unterwegs. Danach dann gleich der erste Angriff, aber es wurde immer wieder Tempo herausgenommen und wir schlossen wieder auf. Nach 14 Kilometern war ich dann mit Wyatt, Schwarz und Ambrose Bitok alleine. Kiplomo Bett hatte sich nach vorne abgesetzt, die anderen waren nach hinten weggefallen. In 54:29 gingen wir hier durch. Den Halbmarathon, bisher waren es 400 Höhenmeter, ging ich in 1:21 durch. Ab hier galt es. Das war die ganze Zeit wie beim 35er und dem warten auf die Endbeschleunigung. Bisher war das nur einrollen, auf den nächsten 21 Kilometer warteten 1600 Höhenmeter auf mich, davon 600 auf den letzten 3,5 Kilometern. Zuerst ging es den Hartkaiser hoch. Meist gleichmäßig nur wenige steile Rampen. Ich ging wieder an Schwarz vorbei. Ganz oben waren wir dann wieder zusammen, bei wurden schon langsam die Beine schwer und bergab musste ich ihn laufen lassen. Oben waren wir nach 2:05 Stunden, 29 Kilometer waren absolviert. Ich versuchte auch das Tempo hoch zu halten, um möglichst niemanden von hinten herankommen zu lassen. Nach 2:45 war das Hexenwasser erreicht und damit war der Spaß zu Ende, die letzten 3,5 Kilometer waren die größte Quälerei die ich je erlebt habe. So schlecht ging es mir noch nie beim Laufen. Insgesamt bin ich noch ca. 150 Meter gejoggt, den Rest gegangen. Besser gesagt geschwankt. Mein Laufstil erinnerte stark an die eines Zombies aus diversen Filmen. Ich wollte mich hinlegen. Irgendwann überholte mich Stephan. Zum Glück war nach hinten viel Platz. An der Verpflegung hab ich mir mehrere Riegel Schokolade reingestopft und es wurde kurzfristig etwas besser. Die Zuschauer feuerten mich super an, aber es half nicht viel. Die letzten 100 Meter noch mal eine brutale Rampe, einer aus meiner AK zog vorbei, nichts zu machen. Er nahm mir noch 30 Sekunden ab!
Oben das erste Käsebrötchen schlang ich ohne Kauen am Stück hinunter. 3 MilkyWay, 4 Stück Apfel, ein weiter Käsebrötchen, 6 Schokowaffeln, ein Liter Iso, 2 Becher Tee. Ich fror wie ein Hund. Leider konnte ich die Aussicht und das Panorama nicht geniesen, ich setzte mich bald in die Bahn nach unten.
Dort bin ich sofort in die Sauna und wärmte mich auf. Langsam kamen die Lebensgeister wieder.
Um 19.00 Uhr dann der Video des Tages und die Siegerehrung. Man konnte auch bilder vom Zieleinlauf sehen: Erschreckend.
Trotz allem muss ich zufrieden sein: Platz 7, wobei Stephan nur Staffelläufer war und 3. AK. Insgesamt bin ich jetzt auf Platz 6 und 2. M30, allerdings nur 31 sek. auf den 3. und 1:50 auf den Holzplatz. Heute beim flachen (?) Halbmarathon muss ich also noch mal alles geben. Die Beine sind schwer, aber das kenne ich ja vom Brüder Grimm und vom Transalpine-Run.
So, der Anfang ist gemacht.
Nach dem ich schon 2 Tage in Söll in Tirol verbracht hatte, ging es dann gestern endlich los. Mit dem Bus wurden wir nach Reith gebracht, dem schönsten Blumendorf Europas. Um 18 Uhr war Startschuss für das 10 km Auftaktrennen auf der flachen Runde um den See. So stand es zumindest in der Ausschreibung. Aber schon beim Einlaufen zusammen mit Regina ging es 2 mal ordentlich nach oben. Regina Blatz kommt aus Salmünster und wir kennen uns schon länger da wir schon öfter zusammen auf dem Podest standen, etwas beim Brüder Grimm oder in Goldbach. Durch Zufall hatten wir letzte Woche in Großumstadt erfahren das wir beide am Start sind. Außerdem gab es in der Pension noch eine Überraschung: Tom und Daniela Schuster aus Würzburg die Rainer und ich letztes Jahr beim Transalpine kennengelernt hatten klopften an die Tür. Sie hatten mein Auto unten stehen sehen.
Das Rennen an sich war dann ganz schön heftig. Ich hatte mir vorgenommen locker anzufangen und mich für die Berge zu schonen. Es lief auch super, immer weiter rutschte ich nach vorne ohne mich zu quälen. Ständig hoch und runter, Teer, Wiesen, Schotter, für Abwechslung war gesorgt. Am Ende musste ich dann nochmal richtig Gas geben um zwei Mitläufer abzuhängen, ich dachte die sind sicher in meiner Altersklasse. Und es hat sich auch gelohnt: Am Ende stand Platz 2 in der AK un Platz 8 Gesamt in einer Zeit von 33:28 min. Für die Strecke und dafür dass ich mich locker gefühlt habe eine super Zeit. Da geht dieses Jahr noch was.
Vorne setzten sich die Favoriten durch. 3 Kenianer, Wyatt, Cox, immerhin bester Deutscher war ich.
In meiner AK ist einer der Kenianer vorne, hinter mir sind die nächsten 1 Sekunde bzw. 30 sec. Ich denke mal heute wird schon eine Vorentscheidung fallen.
Gleich gehts los, 42 km und 2000 Höhenmeter, fast alle auf der 2. Hälfte bis auf die Hohe Salve hinauf. Ich mach mich dann mal los…
Insgesamt war es eine anstrengende Woche. Am Mittwoch ging es vorerst zum Letzten Mal in den Schwarzwald, diesmal zum Brandenkopf-Berglauf. Mittlerweile gut vom Marathon erholt lief es wirklich gut. Zum Ende sind Bergläufe immer eine Quälerei, aber ein 4. Platz im starken Starterfeld kann sich sehen lassen. In der AK bedeutete das leider nur Platz 3. Für die 10,1 Kilometer mit 700 Höhenmeter benötigte ich 45:10 min. Danach gab es dann auch die Siegerehrung für den Schwarzwaldcup bei dem ich letztlich 3. in der AK und 5. oder 6. Gesamt wurde, die Ergebnisse sind immer noch nicht online.
Am Samstag bin ich dann mit meinem Bruder zusammen in Großumstadt beim Wald- und Hügellauf gestartet. 53:18 min waren wir für den offiziell 13,5 km langen Lauf mit 250 Höhenmetern unterwegs. Meinem Bruder ging nach der Hälfte etwas die Luft aus, aber als 15. und 16. sind wir dann doch noch ganz ordentlich ins Ziel gekommen. Lustigerweise ist er 5. in der M20 geworden und ich hab mit einem intensiven Traininslauf die AK 30 gewonnen und eine Flasche Wein abgestaubt. Leider hab ich die leider statt sie zu trinken in den Hof geworfen.
Den Rest vom Wochenende war dann Feiern angesagt. Erst hat mein Cousin in seinen 30. reingefeiert und wir haben seine Ramazotti Vorräte beträchtlich verkleinert. Am Sonntag war dann mein Vater mit seinem 60. dran. Dort ging es zwar wesentlich nüchterner zu, aber nicht weniger lustig.
Jetzt wird noch 2 Tage gearbeitet, dann geht es ab in den Urlaub….
