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Besser als erwartet verleif der Besuch bei Werner Krass am Dienstag. Eigentlich hatte ich einen Plan von ihm bekommen der noch bis Ende Juni ging und dazu dienen sollte meine Muskeln langsam aufzubauen um dann wieder in den normal Trainingsplan einsteigen zu können. Allerdings war er von meiner Muskulatur so „begeistert“, dass ich sofort wieder „normal“ trainieren darf. Ich habe dann sofort Kontakt mit Peter aufgenommen und kurze Zeit später hatte ich meinen Aufbauplan, 5 Stufen reduziert. Bis Ende nächster Woche werde ich jetzt versuchen die Umfänge zu steigern um dann endgültig in den temporeduzierten Plan einsteigen zu können.
Heute allerdings ging es dann mal in den Wald, mit dem MTB. Ich habe mich doch für den Spessart-Bike-Marathon angemeldet und zwar die 120 km Langstrecke. Da ich in Schotten auf den Bergabstücken aber noch erhebliche Probleme hatte muss ich wohl noch ein paar Zusatzschichten einlegen.
Vorher geht es aber noch einmal steil nach oben. 42 km, 1880 Höhenmeter. Fast exakt die selben Daten wie sie mich im September beim Jungfraumarathon erwarten, allerdings diesmal „nur“ mit dem Fahrrad. Beim Gletscherkaiser geht es endlich wieder mal in die Berge. Von Ried auf den Kaunertaler Gletscher. Das Beste an diesem Rennen: Es geht nirgendwo bergab! Also wie gemacht für mich.
Das erste Highlight steht aber Freitag schon an: Der Hypo-Vereinsbank-Citylauf in Aschaffenburg. Mein 10. Start, und zum ersten mal „nur“ im B-Lauf. Ich werde also keinen Stress haben, die Stimmung geniessen, einfach mittendrin statt nur dabei. Und dass ich jetzt schon in er Zeitung erwähnt werde wenn ich nicht laufe („Tobias Hegmann startet verletzungsbedingt nur im B-Lauf und greift nicht in die Wertung ein“) ist auch eine ganz neue Erfahrung.
Vom Schottener MTB-Marathon habe ich mich recht schnell erholt, nur am Montag morgen zur Arbeit hatte ich noch ziemlich schwere Beine. Dafür ging es am Dienstag beim Laufen endlich ein bisschen lockerer. Der „Trampel-Schritt“ ist noch nicht weg, aber immerhin schon etwas leichtfüßiger.
Am Feiertag war ich dann mal wieder mit Stefan unterwegs. Wir machten uns gemeinsam auf den Weg nach Heidelberg und dort auf den Königsstuhl. Die Strecke war ideal, schöne Seitenstraßen, fast ohne Verkehr. Im 32er Schnitt waren wir recht schnell in Heidelberg und machten uns dann an den „Aufstieg“. Gut 400 Höhenmeter ging es dort nach oben. Auf dem Rückweg führte uns Lisa, die nette Stimme aus Stefans Navi leider auf eine Schotterpiste. 10 km zurück, oder probieren ob es geht? Wir fuhren mit unseren Hightech Maschinen quer durch den Wald, hatten Glück dass nichts kaputt ging, versauten uns den Schnitt und hatte nach fast 25 Minuten wieder Teer unter den Reifen. Als sich unsere Wege nach 170 km trennten, entschloss ich mich die 200 noch voll zu machen, fuhr statt in Großumstadt über den Berg noch nach Babenhausen und den Ringheimer Flugplatz. Mit genau 200,14 km rollte ich in den Hof.
Gestern saß ich dann schon um 6:00 Uhr auf dem Rennrad um wenigstens etwas zu tun. Nach der Arbeit ging es direkt Richtung Großwallstadt, mit dem Auto und Anhänger. Dort hatte ich mit Rudolf zusammen die Verpflegung der Wenigumstädter Mountainbiketour übernommen. Wir schnitten Äpfel und Bananen auf, rührten Tee an, schenkten Apfelschorle aus und lernten interessante Leute kennen.
Heute dann schon wieder früh aufstehen. Punkt 7:00 Uhr stand ich wieder am RV-Heim um auf die 150 km Tour zu starten. Leider waren die Kollegen schon 10 min früher gestartet. Also fuhr ich 60 km alleine, bis ich sie eingeholt hatte. Danach gaben wir teilweise richtig ordentlich Gas und hatten nach 4:50 Std die 158 km in einem Schnitt über 32 km/h hinter uns und auch noch jede Menge Spaß dabei.
Insgesamt würde ich meiner Radform schon fast eine 2+ geben, ich fahre aber auch so viel wie seit Jahren nicht mehr. Eine Laufform habe ich dafür noch garnicht, aber immerhin darf ich ja laufen.
Die zweite Laufwoche ist auch um. 15 Kilometer. Aber wohin mit der (wie ich letzten Sonntag feststellen konnte) guten Radform? Ich hab mich gestern Mittag kurzfristig entschlossen nach Schotten zum Marathon zu fahren, habe mir ein Testrad vom Stenger ausgeliehen und los gings heute früh.
Nachdem ich mich mit Andy, einem ehemaligen Arbeitskollegen, warmgefahren hatte ging es pünktlich um 10:30 Uhr los. Die ersten 10 Kilometer ging es fast nur bergauf. Ich hatte mich etwas verhalten einsortiert und konnte so von Anfang an stetig überholen. Da es lange nur über Asphalt ging konnte man auch gut überholen. Nach 4 Kilometern wurde es dann etwas enger und die Probleme gingen los: Ich bin wirklich ein schlechter Mountainbiker, aber wer da alles gemeint hatte vorne mitfahren zu müssen…. Auf den engen Trails konnte man fast nich überholen und vor mir vielen sie reihenweise um, nur weil eine Wurzel auf dem Weg war. Mann, mann, mann. Auf dem Hoherodskopf hatte ich mich dann etwas nach vorne gearbeitet und war jetzt in Regionen wo sich jeder auf dem Fahrrad halten konnte. Es bildeten sich immer wieder Gruppen, die aber alle nicht lange hielten. Die Strecke war insgesamt technisch eher einfach, was mir als Straßenfahrer natürlich entgegen kam. Zweimal haben wir uns kurz verfahren, jeweils zwar nur hundert Meter, weil sofort jemand von hinten gerufen hat, der bessere Augen hatte als ich. Ärgerlich ist es trotzdem, Vollbremsung, umdrehen, voll beschleunigen und das Loch wieder zufahren. Nach dem Hoherodskopf ging es dann nochmal bei km 23- 27 länger hoch, später noch ein paar kurze, aber sehr giftige Anstiege, ansonsten tendenziell nach unten. Zweimal stieg ich vom Rad um zu schieben, bergab. Ich sag ja, ich bin kein Mountainbiker. Dafür hab ich bergauf die Gruppe gesprengt und ich bin alleine weitergefahren. Nach 44 Kilometern und 1:39 Std war schon wieder alles um. Mein Knie fühlt sich an wie neu, konditionell lief auch alles bestens, nur der linke Oberschenkel hat etwas verkrampft. Eingefahren bin ich auf Platz 20, Vierter bei den Senioren 1.
Es hat richtig Spaß gemacht, aber bevor ich beim Frammersbacher Marathon mit einer deutlich anspruchswolleren Strecke starte muss ich unbedingt noch ein paar mal in den Wald, bergabfahren üben.
Gestern rief ich Rudolf an: „Wie sieht’s aus, fährst du mit zum Club?“ Nach einigem hn- und herüberlegen entschlossen wir uns heute direkt nach der Arbeit nach Nürnberg zu fahren. Entweder den Klassenerhalt feiern, oder vorerst Abschied zu nehmen von Liga Eins. Das Ergebnis ist bekannt, nächstes Jahr geht es gegen Fürth, Augsburg, Wiesbaden und weitere hochkarätige Gegner.
Jetzt bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft halbwegs zusammenbleibt und für die Abgänge möglichst schnell gute Alternativen gefunden werden. Dann ist der Wiederaufstieg kein abwegiges Ziel. Wie gut die Mannschaft wirklich ist hat sie ja letztes Jahr gezeigt. Dieses Jahr war einfach der Wurm drin, jetzt muss man die Fehler suchen.
Als einzige Mannschaft sind wir schon mal als Meister abgestiegen. Jetzt haben wir es auch noch geschafft als Pokalsieger abzusteigen. Und Rekordabsteiger (7 mal) sind wir auch. Aber ich bin mir sicher: Nächstes Jahr werden wir „Rekordaufsteiger“ sein
Der Anfang ist gemacht. Erstmal seit Ende Januar bin ich diese Woche wieder gelaufen. 2 mal, jeweils 7 Kilometer mit einem Puls von 130. Genauso wie ich es vorgegeben bekommen habe. Irgendwie hatte ich das Gefühl wie ein Sumoringer über die Wege zu „rumpeln“. Das ich bald wieder leichtfüßig über den Asphalt schweben werde kann ich mir im Moment noch nicht so richtig vorstellen.
Radkilometer habe ich diese Woche nicht so viele gesammelt wie geplant. Den freien Mittwoch nachmittag nutzte ich zu einem Ausflug nach Nürnberg um den FCN live zu sehen. Und es hat sich gelohnt, super Spiel, 3 Punkte und eine super Stimmung. (Ich schreibs lieber mal ganz sachlich, sonst werde ich auch noch als „philosophischer Dünnschissverbreiter“ beschimpft) Nach der Niederlage gegen Herta siehts zwar wieder viel schlechter aus, aber die Hoffnung stirbt zu letzt. Donnerstag musste ich mit dem Auto fahren, abends gingen wir mit Arbeitskollegen einen trinken. Freitags wieder Auto, diesmal musste ich den Anhänger aus der Firma mit heimnehmen. Samstag hatte ich dann „Urlaub“. Anstatt zu arbeiten half ich meiner Schwester beim Umzug. Von morgens 8 bis abends 8. Da hat es mir auch gereicht. Dafür war der Sonntag super. Um 4:00 Uhr gings ab noch Bimbach zum Rhön-Radmarathon. Während es bei uns schon 13° hatte, waren es dort beim Start gerade mal 3°! Was hab ich gefroren die erste halbe Stunde. Dann kam die Sonne raus und die 210km mit 3500 Höhenmetern durch die Rhön (unter anderem über die Wasserkuppe) haben total Spaß gemacht. Zusammen mit Roland und Bernd wurde es sehr lustig. Auch im Anschluss, als wir noch mit den anderen aus dem Verein in der Sonne saßen, wurde viel gelacht und gelästert.
So kam ich über die Woche auf 360 Radkilometer und sensationelle 14 km zu Fuß. Wenn jetzt gleich Ingbert klingelt drehen wir unsere erste gemeinsame Laufrunde seit dem Unfall. Wieder 7 Kilometer zurück richtung neuer Bestzeiten.
Heute war es soweit: Nach 107 Tagen hatte ich wieder die Laufschuhe an und machte mich auf die Strecke.
Nie nackten Zahlen sagen 7,1 km in 38:17 min (Schnitt 5:25min/km) Puls knapp 130. Aber viel wichtiger war natürlich das Gefühl, endlich wieder laufen zu dürfen. Und das allerschönste: Keinerlei Probleme, das Knie fühlt sich an wie beim letzten Lauf der Winterlaufserie, als ich zum letzten mal laufend unterwegs war.
Jetzt stehen 8 Wochen vorsichtiger Aufbau auf dem Programm, im Juli hoffe ich wieder in den normalen Plan einsteigen zu können um am 06.09. vielleicht doch am Start des Jungfraumarathon zu stehen.
Zwei Caipi’s dauerte es am Samstag bei Domis Geburtstag, bis ich Stefan davon überzeugt hatte zusammen mit mir nach Mainz zu fahren. 6.00 uhr morgens hat den Vorteil, dass er bis zum Frühstück wieder zuhause ist. Das hat ihn überzeugt.
Es klappte super, um 6:30 Uhr trafen wir uns in Altheim und fuhren dann über Langen und Mörfelden nach Mainz. Zwischendurch noch einen kleinen Umweg, da Stefan noch seine Diplomarbeit bei seinem Professor einwerfen musste. Um 8:30 erreichten wir die Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden, Stefan drehte um und ich machte mich auf die suche nach dem Start. Bald traf ich dort Edgar und Peter . Beim Startschuss machte ich mich zusammen mit Peter auf die Strecke und wir beobachteten die Spitzengruppe, besonders natürlich Tobi Sauter , Greifclubmitglied und letztes Jahr Deutscher Vizemeister. Er konnte dieses Jahr seine Bestzeit weiter steigern auf 2:22 Std und diesmal den 3. Platz belegen. Unterwegs trafen wir dann auch auf Mario. Im Ziel wartete ich noch auf Edgar, der mit einer 2:55 Std bei warmen Bedingungen wieder eine gute Zeit ablieferte. Schön war es endlich mal wieder Peter und Mario „live“ zu erleben.
Anschließend machte ich mich auf den Rückweg, diesmal über Groß-Gerau und Darmstadt. Insgesamt 208 km. Wenn man den Marathon rausrechnet hat es für die Hin- und Rückfahrt für einen Schnitt von knapp 32km/h gelangt. Für die ganze Woche sind es diesmal 577 km geworden, trotz Ruhetag am Mittwoch.
Am Dienstag beim heimfahren von der Arbeit hat mich zum ersten mal seit ich wieder Rad fahre das Knie gezwickt. Diekt unter der Kniescheibe ein stechender Schmerz. Die Extrarunde abends hab ich daraufhin abgesagt und auch am Mittwoch ging es erstmals seit Wochen wieder mit dem Auto zur Arbeit.
Abends wurde dann ordentlich gefeiert. Meine Schwester hat ihren Auszug aus der Wohnung gefeiert. Nachdem die meisten um 23 Uhr heim sind, hat der harte Kern bis 4:30 durchgehalten. Zusammen mit Jäger M. wurde es eine lustige Nacht, bevor ich dann auf dem Sofa eingeschlafen bin.
Trotzdem langte es am Feiertag zu einer ordentlichen Radtour. Die Fahrt zum Henninger Turm wurde mangesl Beteiligung abgesagt, aber mit Domi, Johanna und Michael gings quer durch den Spessart. 142 km und jede Menge Höhenmeter kamen zusammen. Kurz vor dem Engländer, 15 km vor daheim meinte Domi: „Wenn wir es jetzt noch trocken heimkommen, haben wir es optimal gelöst.“ Wir hatte nämlich immer die dunklen Wolken im Blick, sind aber meist in der Sonne gefahren und nie nass geworden. Keine 2 Minuten ging es dann los. Graupel und Regen. 2 Minuten so heftig wie es geht. Die Schuhe voll mit Wasser und wir klatsch nass. Danach wieder so als wäre nie etwas gewesen. Frechheit!
Heute morgen die Fahrt zur Arbeit wurde dann sehr gemütlich, muss mich ja für Sonntag schonen.
