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Am Mittwoch haben wir mein Auto wieder in Pforzheim abgeholt. Vielleicht hätte ich es dort stehen lassen sollen? Am Donnerstag abend als ich von der Firma schnell zum Fußballschauen wollte wollte ich meinen Augen nicht trauen: Hinten rechts war das ganze Auto verschrammt und eingedrückt, das licht kaputt und ein paar richtig tiefe Rillen in der Seite. Vom Verursacher war nichts zu sehen. Also hab ich erstmal schnell die Polizei gerufen. Das Auto hinter meinem war ebenfalls an der Stoßstange tief eingedrückt. Später kamen dann ein paar Nachbarn heraus, die den Unfall mitbekommen hatten. Allerdings hatten weder sie noch der Verursacher gemerkt, dass auch mein Auto beschädigt war, sie hatten nur den Schaden am zweiten Auto bemerkt. Später kam dann auch der Verursacher, er war mit seinem Getränkelaster rückwärts die Straße herunter gefahren und hatte 2 Volltreffer gelandet. Mittlerweile stand es 2:0 für die deutschen Kicker und von der Polizei immer noch nichts zu sehen. Als ich nochmal anrief, bekam ich gesagt: „Leider sind im Moment keine Streifen verfügbar, sie müssten selbst zu Dienststelle kommen“ Oder vielleicht warten bis die EM um ist. Wir haben uns dann entschlossen auf die Polizei zu verzichten und alles so zu regeln. Hoffentlich war das kein Fehler. Morgen gehts erstmal in die Werkstatt.
Auf dem Fahrrad läuft es dafür im Moment prächtig. In Frammersbach am nächsten Wochenende sollte konditionell und kräftemäßig alles bestens laufen. Nur vor den technischen Abfahrten hab ich ziemlich Respekt, mit dem Mountainbike war ich dieses Jahr eindeutig zu wenig unterwegs.
Dafür bin ich gestern mit einem 35,6er Schnitt zum Stenger und zurück gefahren, quer durch die Stadt. Allerdings auch mit kurzeitiger unterstützung eines LKWs. Aber unter 1:05 Std für die knapp 40 Kilometer war ich glaub ich noch nie
….dann erlebt man auch was. Das musste am Wochenende auch Simone feststellen. Auf dem Weg ins Kaunertal kamen wir erstmal nur bis Pforzheim-Ost. Beim ersten Tankstopp zischte der Wasserdampf aus der Motorhaube. Die lies sich nicht öffnen, da der Zug ausgehängt war. Eine Stunde auf den ADAC warten, der allerdings auch nicht weiterhelfen konnte. Fast eine Stunde auf den Abschlepper warten. Pünktlich zum Feierabend waren wir dann in der Werkstatt. „Klar, kein Problem, schauen wir gleich am Montag.“ Blöd, wenn man gleich nach Österreich muss. Aber dank ADAC und Simones Plus-Mitgliedschaft hatten wir kurz darauf einen Touran-Leihwagen. Alles umladen und die Reise konnte weitergehen. In Lindau haben wir dann noch Martin samt Rad eingeladen und ohne Zwischenfälle waren wir tatsächlich pünktlich 18:00 Uhr in unserer Pension in Ried. Dort haben wir die Startunterlagen geholt und anschließend unsere eigene Nudelparty veranstaltet.
Am Sonntagmorgen fieberten wir dann hoch motiviert bei schönstem Sonnenschein dem Start entgegen. Simone lud Martin am Gletschersee aus, wo der Start für die 19 km und 900 Höhenmeter Strecke war und fuhr selbst auf den Gipfel hoch. Mein Start war direkt in Ried, wo mir 41 Kilometer und knapp 1900 Höhenmeter bevorstanden.
Der Beginn war neutralisiert, da sich im letzten Jahr schon auf der ersten Holzbrücke diverse Fahrer gegenseitig von der Fahrbahn geschossen hatten. Also ging es recht gemütlich los, bis ins Nachbarort, wo das Tempo freigegeben wurde und der erste Anstieg wartete. Ich wollte aufs kleine Kettenblatt schalten und die Kette fiel herunter und wickelte sich ums Tretlager. Zum Glück konnte ich den Schaden schnell beheben, fand mich trotzdem gut 200 m hinter dem Besenwagen wieder. Das Tempo war noch verhalten, und so konnte ich kurze Zeit später wieder aufschließen und mir wieder einen Platz in der Top 30 suchen.
Der erste Teil bis Kilometer 19 war durchaus gemütlich. Die Profis vorne wollten sich noch nicht wehtun und so konnten wir Hobbyfahrer noch schön in der Spitzengruppe mithalten. Dann kam die erste Rampe, die ersten 25 waren vorne weg. Am Stausee ging es dann wieder kurz flach uns sogar eine längere Abfahrt hinunter. Zusammen mit 3 weiteren Fahrern schloss ich so wieder zur Spitze auf. Dabei gab es einige Überholmanöver, da einige Begleitfahrzeuge schon nach vorne gefahren waren. Ich versuchte jetzt möglichst lange vorne dabei zu bleiben, was auch trotz einiger Rampen bis Kilometer 30 gut gelang. Einige hatten sich schon nach hinten verabschiedet, so dass ich jetzt wohl gerade so Top 20 war. Langsam wurden die Steigungen heftiger, flache Stücke gab es nicht mehr und die Luft wurde dünner. Die 2000er Grenze war schon passiert. Ich konnte mein Tempo gut durchfahren, ein paar Mal hab ich versucht einen Gang leichter zu schalten und musste feststellen, dass es nichts mehr gab wo ich hätte hinschalten können. Mittlerweile war Kilometer 35 erreicht und ich lag auf Platz 15. Jetzt setzte Schneefall(!) ein und mit kurzer Hose und kurzem Trikot wurde es doch recht frisch. In den beiden Kehren über mir zählte ich 11 Radfahrer, also aller außer der Top 3 hatte ich noch im Sichtfeld. Das Ziel auf 2700 Metern kam dann auch langsam in Sicht. Die Kälte, die dünne Luft und der Schnee zogen ganz schön die Kraft aus den Beinen.
Nach 1:54:57 Std waren die 1870 Höhenmeter und 41 Kilometer geschafft. Im Gesamtfeld, gespickt unter anderem mit dem österreichischen Bergfahrmeister, dem 3. der Österreichischen Mountainbike Meisterschaft, dem Vorjahressieger, Fahrern aus dem tschechischen Hrinkow Team und dem Raiffeisenradteam Tirol konnte ich den 15. Platz halten, was in der Hobbyklasse Platz 1 in der Altersklasse und Gesamt bedeutete. Oben warteten schon Simone und Martin, der auf der Kurzstrecke in 1:05 Std. Platz 4 Gesamt und 1. AK wurde.
Die Skifahrer, die dick vermummt vom Skilift kamen, staunten nicht schlecht als es plötzlich vor lauter dünn bekleideten Radfahrer wimmelte.
Nach der Siegerehrung machten wir uns auf die Heimfahrt von einem ereignisreichen Wochenendausflug. Heute Morgen fuhren wir dann um 6:00 Uhr wieder Richtung Pforzheim um mein Auto zu holen und den Leihwagen zurückzugeben. Ein neuer Kühler und alles läuft wieder wie neu.
Diese Woche habe ich noch ein paar Radkilometer für den Gletscherkaiser am 15.06. gesammelt und war dabei nicht gerade vom Glück verfolgt. Am Mittwoch ein Gewitterschauer, am Donnerstag morgen mal wieder einen Platten. Auch Laufkilometer kamen wieder einige dazu, besonders das Schönbuschtraining am Donnerstag abend, nach langer Zeit mal wieder mit Ingbert und Helmut hat Spaß gemacht, auch weil es viel besser lief als geplant. Auf unserer traditionellen schnellen 2. Runde reichte es schon wieder zu einer niedrigen 16er Zeit.
Also beschloss ich wirklich in Feldkahl beim Eichbildlauf zu starten. Nicht so locker wie in Aschaffenburg, aber auch ohne größere Ambitionen. Ok, den Pokal für die Bergwertung konnte ich noch nie gewinnen. Ich hoffte also auf genug Kraft für die ersten 1,5 Kilometer. Ein langer Sprint schon kurz nach dem Start reichte um mich abzusetzen, aber ich brauchte alle Kraft um den langen Anstieg zu überstehen. Ich war selbst überrascht als es wirklich reichte und ich sozusagen mein Tagesziel erreicht hatte. Es dauerte auch nicht lange und Uwe schloss auf. Zusammen zogen wir unsere Runden, bergauf hatte ich leichte Vorteile, bergab lief er es gut laufen. Ich wäre auch mit dem 2. Platz mehr als zufrieden gewesen, verschenkt wird auch nichts. Und wenn der beste Fan der Welt am Wegrand steht, muss man ja auch was zeigen
. Auf dem letzten Kilometer konnte sich Uwe erst absetzen und ich hatte den Lauf fast schon abgehakt. Als der Vorsprung aber nicht größer wurde zog ich nochmal an und ging vorbei.
Ganz ehrlich, ich habe nicht tiefgestapelt. Dass es nach so kurzem Lauftraining schon wieder so gut läuft hatte ich nicht erwartet. Aber gerade bergauf hat mir anscheinend das Radtraining viel geholfen. Heute sind wir dann auch gleich nochmal 106 Kilometer durch den Odenwald gefahren. Also kann ich mich auf den Gletscherkaiser am Wochenende freuen. Die Form scheint anzusteigen und sollte auf dem Rad noch um einige Prozent besser sein als zu Fuß
Fast wäre mein Lauf-Wettkampf-Comeback im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Am Ende des D-Laufes gestern beim Hypo-Vereinsbank-Citylaufs ging in Aschaffenburg ein Wolkenbruch herunter wie ich ihn schon lange nicht mehr erlebt hatte. Dicht gedrängt standen die Läufer und Zuschauer überall wo es ein bisschen Schutz vor den Hagelkörnern und Wassermassen gab. Als der Regen nachlies war ich nass und völlig durchgefroren. Also bin ich ins Parkhaus, zog wieder meine normalen Klamotten an und wollte mich schon auf den Heimweg machen. Draußen hatte es aufgehört zu regnen, also entschloss ich mich nochmal zurück zugehen und eine Bratwurst zu essen. Dann kamen so langsam die Informationen. Der C-Lauf wird bald nachgeholt, gegen 21:00 Uhr werden dann A und B Lauf zusammen gestartet. Was solls, wieder zurück, Laufsachen anziehen, Bratwurst vergessen und warmlaufen. Jetzt war ich also doch im schnellsten Lauf des Abends gelandet. Aber ich habe meine selbstgesteckte Marschroute genau eingehalten: Max. 150er Durchschnittspuls. Schon nach 2 Runden zogen die Afrikaner vorbei, etwas später die schnellsten Deutschen, dann auch die, mit denen ich bei guter Form hätte mitlaufen wollen. Eingangs der letzten Runde war der Puls bei 148 im Schnitt, also zog ich nochmal an und kam beim Zieleinlauf tatsächlich genau auf 150. Unterwegs kam ich mir ein bisschen vor wie die Bundeskanzlerin: Links ein bisschen winken, rechts ein bisschen winken…..Sehr viele bekannte Gesichter am Straßenrand, die mich anfeuerten. 10 Minuten schneller war ich schonmal gewesen, aber im Ziel war ich einfach froh, dass ich dabei war. Es hat richtig Spaß gemacht, kein Ziehen und Zwicken. Auch heute nicht die geringsten „Nachwehen“. Also kann der vorsichtige Aufbau genauso weitergehen wie bisher. Am 06.09. schlag ich dann wieder zu.
Öfter frag ich mich ja wer die knapp 80 Leute sind die durchschnittlich am Tag auf diese Seite schauen. Gestern merkte ich dann mal wieder wieviele wirklich gut informiert sind und genau beobachten wie es wieder langsam voran geht. Danke für die vielen aufmunternden Worte vorher und die Glückwünsche hinterher!
Die Pläne für heute waren dann wieder stark vom Regen bedroht, aber zum Glück hat es dann doch noch alles geklappt. Pünktlich um 13:00 Uhr als ich Feierabend hatte hörte der Regen auf und ich fuhr nach Großostheim, wo ich mich mit Simone traf. Zusammen fuhren wir dann eine große Runde Richtung Odenwald, bei herrlichstem Sonnenschein. Schön war’s!


