You are currently browsing the monthly archive for Juli 2008.
Nachdem ich mich vorletztes Wochenende schon wieder ganz gut gefühlt hatte und Samstags arbeiten war, erwischte es mich danach nochmal richtig. Bis Mittwoch hatte ich 4,5 Kilo weg, so wenig wie seit meiner Schulzeit nicht mehr. 57 Kilo. Erst am Donnerstag konnte ich das erste mal wieder Essen und alles drin behalten. Seit gestern arbeite ich wieder und der Magen fühlt sich gut an. Mal sehen was er zu meiner ersten Laufrunde seit 2 Wochen sagen wird.
da fällt mir doch glatt die Zigarette aus dem Mund. Was machen denn diese „hirnverbrannten“ „Heroen der Selbstkasteiung“ auf der Zugspitze? Da schieb ich doch mal die Chips und das Bier auf die Seite, das Main Echo hat nach meiner Expertenmeinung gefragt. Ich bin auch schon mal auf die „Hohe Warte“ gelaufen, mit Extrembergläufen kenne ich mich also aus. Da laufen also diese „Extremisten“ die nicht mehr wissen was sie mit ihrem „satten, langweiligem Leben“ machen sollen praktisch nackt auf den höchsten Berg Deutschlands. „Da muss man auch Mann genug sein und mit den Konsequenzen leben – oder sterben.“ Der „Gesetzgeber sollte solche Art von Sport verbieten“. Denn wir Normalbürger müssen die Kosten die unseren Krankenkassen durch diese „Narren“ und „Schwachköpfe“ entstehen auch noch tragen. Am Ende ist dann das Geld all, wenn ich eine Behandlung wegen Lungenkrebs oder Herzinfarkt brauche.
Kursiv: Alles Zitate aus dem MainEcho heute morgen
Natürlich ist es tragisch was passiert ist und selbstverständlich muss überlegt werden wie solche Tragödien in Zukunft verhindert werden können. Aber wie viel Kosten entstehen jedes Wochenende auf den Fußballfeldern und den Handballplätzen dieser Nation, wenn die „Herren Hobby-Ballacks“ sich die Knochen ruinieren? Wie viele Motorradfahrer sterben jedes Jahr, weil sie denken sie wären Valentino Rossi? Fußball verbieten? Motorräder verbieten? Zusatzversicherungen für Skifahrer, Fallschirmspringer, Bungeejumper? Aber was ist mit denen die mit Mitte 30 einen Bierbauch vor sich herschieben und in ihrem ganzen Leben noch nie den Arsch hochbekommen haben? Da sind die Kosten für die Allgemeinheit auch schon absehbar. Bei gut 100 Bergläufen alleine in Deutschland jedes Jahr sind das die einzigen mir bekannten Unglücksfälle in den letzten Jahren. Da haben die vernünftigen Bergsteigern, die immer feste Schuhe anhaben und einen Anorak und nur bei bestem Wetter starten, aber wesentlich mehr Rettungsaktionen der Bergwacht ausgelöst.
Das war zumindest der Plan für diese Woche und ich ich hätte jetzt gerne drüber geschrieben. Aber es gab mal wieder einen Rückschlag.
Am Sonntag morgen fuhren wir zum Schwimmstart beim Ironman. Dort hat es mich dann einfach mal umgelegt. Plötzlich sackte der Kreislauf weg. Glücklicherweise trafen wir Frank Wiegand, der mir dann einen Crepes ausgab, da wir unser Geld im Auto hatten. Danke nochmal dafür! Danach ging es auch gleich besser und meiner eigentlich Aufgabe an diesem Tag, die drittplatzierte Frau auf der Laufstrecke zu begleiten, stand nichts im Weg. Ich fühlte mich wieder gut und hatte auch jede Menge Spaß. Und abwechslungsreich war es auch. Nach der Wechselzone war Meike Krebs (am Ende 4.) hinter mir, wurde aber nach wenigen hundert Metern schon von Ina Reinders abgelöst. Mit ihr im Schlepptau war ich lange unterwegs bis plötzlich von hinten Nicole Leder wie ein Rakete angeschossen kam und mit der Bemerkung:“Uh, mir gehts auch garnicht gut, muss sehen dass ich durchkomme“ Ina stehen ließ. Ich hatte also jetzt die dritte Begleitung. Aber es dauerte diesmal wieder nicht lange, denn bald hatten wir Manni und Wenke Kujala eingeholt. Ich tauschte also mit Manni die Frauen und begleitete dann Wenke bis ins Ziel. Abgesehen davon, dass ich noch nie so ein schlechtes Rad gefahren bin, war es ein super Nachmittag.
Anschließend schauten Simone und ich noch ein paar Bekannten zu. Auf der Heimfahrt kamen dann die Kopfschmerzen und später das Fieber. Der Doktor am Montag ging dann von einem Infekt aus. Abends wurde das Fieber dann stärker, Dienstags wars wieder weg, dann abends wieder da. Und immer die Kopfschmerzen. Mittwochs morgens fühlte ich mich dann erstmals wieder gut. Auf dem Weg in die Küche legte es mich dann wieder um. Also wieder zum Doktor Blutabnehmen. Dort sackte der Kreislauf wieder zusammen.
Die Ergebnisse sind noch nicht da, aber immerhin geht es mir jetzt wieder wesentlich besser. Mal schauen ob das dieses Jahr mal noch was wird.
Am Sonntag war die Nacht wieder früh um. Schon weit vor 6 Uhr macht ich mich auf den Weg nach Frammersbach. Zum Glück hatte ich viel Zeit eingeplant, die A3 war nämlich ab dem Seligenstädter Kreuz komplett gesperrt. Also ging es erst auf die A45, dann quer durch den Kahlgrund in den Spessart. Da lernt man die Welt kennen.
Das Rennen selbst lief anfangs sehr gut, die erste Runde fühlte ich mich super stark. Die Abfahrten waren wie immer schwierig für mich, aber bis auf einen kleinen Sturz, eher ein „Rutscher“ direkt in ein Matschloch kam ich super durch. Auch die Zeit von 2:44 Std für die ersten 60 km waren optimal. Hätte ich es nur bei den 60km gelassen. Da hätte ich noch ein paar Minuten schneller fahren können und eine gute Zeit und Platzierung erreichen können. Aber ich musste es ja mal wieder übertreiben
und hatte für die 120km gemeldet. Bei der Einfahrt in die 2. Runde fühlte ich mich noch locker und war guter Dinge. Dann ging innerhalb von 5 Minuten nichts mehr. Weder bergauf, noch im Flachen. Ich kam nicht mehr vom Fleck. So hab ich dann nach 70 km beschlossen es gut sein zu lassen und bin zurück nach Frammersbach gefahren.
Dort kam dann auch kurze Zeit später Simone an, die mit dem Rennrad die 110 Kilometer von Darmstadt aus hergefahren war.
Am Montag war dann wieder alles bestens, das Tempotraining im Laufen lief locker, keine Ahnung was da Sonntags los war. Wahrscheinlich ein bisschen zu schnell los und einfach die Strecke noch ein bisschen lang.
Meine täglich Radstrecke hat sich jetzt allerdings auch verlängert. Statt der bisherigen 20 km einfache Strecke sind es im Moment knapp 28km. Von Darmstadt mit dem Auto kommend parke ich in Rodgau und steige dort auf das Rad um. Aber die Strecke muss noch optimiert werden. 35 km Auto sind immer noch zu viel.


