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Nachdem die ganze Woche meine Nase schneller gelaufen ist als ich, hatte ich für Sonntag nicht die allergrößten Hoffnungen gehabt. David hat mir dann vor dem Start noch etwas von einem Glühweinschoppen erzählt, worauf ich beschloss, das Anfangstempo mitzugehen. Und das war dann diesmal auch nicht so hoch. Nach 3,5km und nach 5,5km konnte ich mich jeweils bergauf ein paar Meter absetzen, im Flachen war David sofort wieder da. Bergab dann das umgekehrte Bild: 2mal konnte ich eine Lücke wieder schließen, dann war er weg. Und dass obwohl ich den berühmten Bergabkilometer diesmal in 2:54 min lief. Bei Halbzeit waren wir 4sec schneller gewesen als letzte Woche, danach lief es vom Gefühlher aber besser. Ich konnte dann die letzten 2Kilometer nichts mehr entgegensetzen, verlor aber nicht mehr zu viel Zeit. Am Ende stand eine 34:42min, die schnellste Zeit in diesem Jahr und nur 16 sec hinter der schnellsten Zeit die jemals in Goldbach gelaufen bin. Ich kann also mehr als zufrieden sein. Das lockere Training in den letzten Wochen hat mir gut getan, ich fühle mich immer besser. Langsam freue ich mich wenn es dann die nächsten Wochen wieder etwas schneller wird.
David war diesmal nicht da, also war der Weg für meinen ersten Sieg bei der Serie 2008/09 frei. Aber wichtiger war die bessere Zeit im Vergleich zu letzter Woche. Die 35er min Grenze konnte ich diesmal knacken. Das Anfangstempo war nicht ganz so hoch, aber dafür schön gleichmäßig. Bei Halbzeit hatte ich genau 17:30min und konnte so auf eine gute Endzeit hoffen. Auch bergab konnte ich es diesmal gut laufen lassen (km 8 in 2:57min statt 3:11 letzte Woche) und konnte so problemlos mein selbstgestecktes Ziel von 34:xx erreichen. Wenn es halbwegs trocken bleibt, sollte nächste Woche noch eine Steigerung möglich sein.
Am Samstag war ich als Fan unterwegs. Beim Rüsselcrossduathlon war ich in der Zuschauerrolle. Simone konnte ihre Zeit vom letzten Start um über 6 Minuten verbessern und auf Platz 1 in der AK einlaufen!
Am Sonntag waren dann die Rollen vertauscht, beim ersten Lauf der Goldbacher Winterlaufserie war ich aktiv. Pünktlich zum Start fing es an zu regnen und das Tempo war unglaublich hoch. Bald waren wir nur noch zu dritt. David Karl, Timo Grub und ich. Vor allem David wollte es von Anfang an wissen. Nach 2 Kilometern war Timo weg, bei km3 musste auch ich abreissen lassen. Auf der 2.Hälfte verlor ich noch einiges an Zeit und war mit meiner 35:35min nicht so richtig zufrieden. Mit einer 34er Zeit hatte ich schon gerechnet. Bärenstark war aber David, den Streckenrekord von Andreas Heilmann verpasste er nur um wenige Sekunden und war nach 34:01 im Ziel.
Nachdem sich einige hier schon Sorgen um mich machen, muss ich mich doch mal wieder melden. Aber die letzten 2 Wochen war ich offline. Simone und ich haben die Toskana mit unseren Rennrädern unsicher gemacht. Bei größtenteils bestem Wetter kamen in 6 Tagen knapp 700km und fast 8000 Höhenmeter zusammen. Einsame Straßen ohne Verkehr, kleine Örtchen, bergauf und bergab. Auch unsere Wohnung, 3 Kilometer bis zum nächsten Ort, einsam auf einem Berg, 21 Appartments und wir die einzigen Gäste! Dort war es abends RICHTIG dunkel. Mehr Ruhe kann man fast nicht mehr haben. 3 Tage Traumwetter, der Ruhetag etwas verregnet. Dann die 130er Tour mit fast 70 km Regen, die nächsten 2 Tage wieder über 20° und Sonnenschein. Am nächsten Ruhetag dann mit beim Ausflug nach San Gimignano noch mal etwas Bräune geholt. Die letzten 2 Tage, an denen wir eigentlich unsere längsten Touren geplant hatten (Wir wollten die 1000km noch voll machen) vielen dann leider dem Sturm zum Opfer. So wurde es für Simone dann ein sehr gemütlicher und erholsamer Geburtstag.
Ein paar mal war ich auch abends noch laufen, was vom Wetter und der Landschaft super war. Meine Laufstrecke mit gut 16km und etwa 300 Höhenmetern war schön, ich hatte nur etwas Schiss vor den freilaufenden Hunden. Beim Radfahren war das kein Problem, da hatte ich ja Simone dabei: „AUUUUUUSSSSS!!!“ Über das Gesicht von dem Hund könnte ich mich jetzt noch totlachen. Der ist fast an seinem eigenen Bellen erstickt.
Auf dem Rückweg haben wir uns noch den schiefen Turm angeschaut und sind dann durch die tief verschneite Schweiz zurück gefahren.
Am Samstag wollte ich eigentlich in Jügesheim starten, aber ich fühlte mich nicht richtig fit und auch die Motivation fehlte etwas. Also sind wir nach Goldbach gefahren und haben die Wintercrossstrecke mal getestet. Am Wochenende geht es ja wieder los. Sonntag war ich dann im Wald zwischen Darmstadt, Ober-Ramstadt und Rossdorf unterwegs. Dort gibt es auch schöne Laufstrecken und es ist mehr los als im Schönbusch!
Gestern dann wieder der erste Arbeitstag und das erste Mal wieder mit langen Hosen und Jacke Radfahren. Brrrrr…
