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Klingt eigentlich nach einer lockeren Runde. Flach war es auch noch. Trotz allem war es sehr anstrengend und der Puls am Ende bei 200.
Am Mittwoch war in Heidelberg im Olympiastützpunkt ein Leistungstest mit Sportärztlicher Untersuchung angesetzt. Orthopädische Untersuchung, Bluttests, Urintest, Herzultraschall. Und zum guten Schluß ging es auf das Laufband. 5 Minuten mit lockeren 5km/h zum Eingewöhnen. Dann ging der eigentliche Test los. 8km/h für 3 Minuten, dann 30sec für Blutdruck- und Laktat messen. 10km/h für 3 Minuten, 12km/h…… Bei 20km/h hatte ich doch schon ganz schön zu kämpfen. Da war die 30sec Pause plötzlich sehr kurz. Wieder beschleunigte das Laufband, diesmal auf 22km/h (2:42 min/km). Immerhin eine Minute hielt ich noch durch, dann ging der Daumen nach unten und das Band wurde gestoppt. Nach weiteren 5 Minuten mit 5km/h und dreimal Laktat- und Blutdruck messen hatte ich es dann geschafft.
Das Wichtigste: Herz und Lunge sind ok. Auch die Blutwerte sind alle im Normalbereich. Aber auch die Form scheint zu passen, es sieht aus als hätte ich im Training immer das Richtige gemacht. Interessanterweise passen die Bereiche die ich dort aufgrund des Laktattests bezüglich meiner Trainingsgeschwindigkeiten bekommen habe, fast auf die Sekunde mit dem überein, was in Peters Trainingsplan steht.
Traumwetter und eine schnelle Strecke. Ideale Bedingungen um mal wieder eine gute 10er Zeit vorzulegen. Durch den Kreuzbandanriss letztes Jahr, hatte ich keine einzige schnelle Zeit stehen. Es wurde also mal wieder Zeit. Durch die Probleme im Training bei allen schnellen Einheiten hatte mich aber doch etwas verunsichert. Irgendein Ziel musste ich mir setzten, um wenigstens das Anfangstempo festlegen zu können. Also beschloss ich, es mit einer mittleren 33er Zeit zu probieren und mit 3:20min/km anzugehen.
Das Feld in Niederrodenbach war traditionell stark besetzt. Ein junger unbekannter Marokaner kündigte vorher schon einen neuen Streckenrekord (32:05) an und ließ auch schon direkt nach dem Start daran keine Zweifel aufkommen. Dahinter schnelle eine 10er Gruppe die den ersten Kilometer in 3:05 durchging. Dahinter wieder eine Gruppe in 3:15, unter anderem mit mir und meinen stärksten lokalen Konkurrenten Michael Schrauder und Marco Schneider. Die nächsten beiden Kilometer waren mit 3:23 und 3:21 deutlich langsamer, trotzdem kam die Gruppe vor uns nicht weiter weg. Dadurch motiviert gab ich Gas und lief bald alleine und holte einen nach dem anderen ein. 3:11 und 3:13 für die nächsten Kilometer und plötzlich war ich auf Bestzeitkurs. Ich wurde jetzt zwar jeden Kilometer ein bisschen langsamer aber konnte immer noch Plätze gut machen. 3:17, 3:19, 3:21, 3:19, 3:21. Auf den letzten 1000m schob ich mich sogar noch auf einen Podestplatz. Die Uhr blieb bei 33:04 min, wesentlich früher als ich erwartet hatte, 8sec über meiner PB und damit die zweitschnellste Zeit die ich bisher gelaufen bin. Da bin ich scheinbar schon fitter als ich mich gefühlt hatte und kann jetzt doch optimistisch die letzten Wochen bis nach Backnang angehen.
Am Sonntag werde ich in Niederrodenbach am Start des „Schnellen Zehners“ stehen. Das wird mein erster flacher 10er seit 2007, wenn ich mich nicht sehr irre. Aber ich habe keine Ahnung was ich drauf habe und wie ich angehen soll.
Teilweise läuft es im Training sehr gut, dann wieder gar nicht. Die längeren Sachen, wie der 18er mit EBS oder die 35er gehen locker weg und machen richtig Spaß. Aber die kurzen, richtig schnellen Sachen, die tun richtig weh und auch teilweise vom Tempo nicht zu schaffen. Letzte Woche, die 3000-2500-2000-1500-1000 musste ich sogar abbrechen, da ging nichts. Immerhin, die letzten 3-4 Tage habe ich das Gefühl, trotz schwerer Beine, geht alles ein wenig lockerer. Auch an meine beiden neuen Räder habe ich mich wohl langsam gewöhnt, der Tritt wird runder und der Spaß steigt von Tag zu Tag.
Dann werde ich jetzt einfach mal den Sonntag abwarten, die Bedingungen scheinen ja ideal zu werden und mein Bestes geben.
Endlich! Am Samstag in aller Frühe habe ich endlich mein neues Zeitfahrrad zusammengeschraubt. Nach der Arbeit konnte ich natürlich nicht wiederstehen: Wenigstens eine kleine flache Runde musste es sein! Zusammen mit Stefan war ich dann eine gute Stunde unterwegs, recht locker rund im Darmstadt.
Am Sonntag fuhr ich dann bei strömenden Regen nach Wiesbaden , zum Berglauf „Auf die Platte“, einem meiner Lieblingsläufe. Pünktlich zum Start passte auch das Wetter und wir konnten die beiden Berge in Angriff nehmen. Uwe Widmann, ein Profitriathlet mit massenhaft Top10 Platzierungen bei Ironmans und 70.3 in aller Welt, Steffen Denk und ich liefen vor dem ersten Anstieg schon einen kleinen Vorsprung heraus, wobei ich schon hier merkte, dass Widmann wohl eine Nummer zu stark ist. Am Berg konnte ich dann aber vorbeigehen und kam als erster am Neroberg an. Nach einem kurzen Flachstück kommt eine lange Bergabpassage, an deren Ende (etwa km 3) ich nochmal zu Widmann aufschließen konnte, dann lief er mir langsam aber stetig davon. Steffen konnte ich aber auch nicht abschütteln, so dass es nach 7km auf der Rodelbahn (400m lang, 110 Höhenmeter) zum Überholmanöver kam. Ich konnte nicht mehr gegenhalten und kam so als 3. nach 34:35min (8,1km) ins Ziel. Nach einer Woche mit Erkältung und wenig Training kein schlechtes Ergebnis, wenn ich endlich mal gesund bleibe, sollte die Form jetzt schnell ansteigen.
Muss mich mal wieder melden
Nach dem Urlaub lief es anfangs sehr gut. Ich war zwar ein bisschen platt, aber gerade die längeren Sachen, wie etwa der letzte 35er am Faschingssamstag waren total locker. Am Rosenmontag ging es dann ab nach Kölle, beim Zug schön feiern, und im „Klein-Köln“ hatten wir anschließend auch noch unseren Spaß. Dienstag ein schöner langer Lauf durch den Darmstädter Wald, Mittwochs die 3×2000m als Vorbereitung für den Frankfurter Halbmarathon und anschließend noch eine Runde mit dem Rad. Da wurde es am Ende ziemlich kalt und da hat es mich anscheinend erwischt. Donnertag und Freitag hab ich mich noch so durchgeschleppt, das Wochenende lag ich dann aber im Bett.
Heute gehts schon wieder halbwegs gut, mal sehen, vielleicht kann ich morgen wieder eine lockere Runde laufen. So langsam wird die Vorbereitung für die Dua DM ein bisschen eng. Ich müsste beim Laufen noch ein etwas am Tempo machen und auf dem Rad fehlen auch noch einige Kilometer.
