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Heute ging es wieder los: Die Goldbacher Winterlaufserie ist in die neue Saison gestartet. Nach einer Woche mit etwas kratzigem Hals und schweren Beinen stand wieder am Start der Strecke die ich mittlerweile fast blind laufen könnte. Da die Konkurrenz verletzt ist (Gute Besserung an Timo Grub und David Karl!), gestern in Jügesheim am Start war (Glückwunsch an Marco zu seiner 34:03) oder einfach „unentschuldigt“ fehlte, war der Weg für mich frei. Zum Glück jagte Bernhard mich ordentlich, so dass ich nicht bummeln konnte. Die Strecke war ordentlich matschig und aufgeweicht und dadurch nicht besonders schnell. Die Halbzeit erreichte ich nach 17:42min, die 2. Hälfte, die eigentlich die schnellere ist, viel mir dann aber doch schwer und so wurde es nichts mit einer 34er Zeit, die ich aber für nächste Woche eingeplant habe. Am Ende stand eine 35:22min. Dieses Jahr muss man sich beeilen, sonst wird man von der schnellsten Frau überrannt.
Veronka Ullrich wird die Serie komplett mitmachen. Heute reichte es einen Tag nach dem Deutschen Crosscup immerhin schon zu einer 37:49. „Jetzt lauf ich jede Woche 30sec schneller, deine Zeit ist mein Ziel für den letzten Lauf“ sagte sie zu mir.
Bilder sind auch schon online
Und der Bericht von Laufreport ist auch online.
Die letzte Woche unseres Holland Urlaubs ist auch vorbei. Einen Tag und eine Nacht davon habe ich auf dem Klo verbracht. Durchfall und Brechen, genauso schnell weg wie es da war.
Abgeschlossen habe ich die Woche mit einem schönen Lauf auf einer Mountainbikestrecke. Laut Beschreibung ist es die schönste und wahrscheinlich auch anspruchsvollste MTB-Strecke Nordholland. Ok, Odenwald und Spessart sind anspruchsvoller, aber schön war sie auf jeden Fall. Komplett angelegte schöne Trails kamen auf 14 Kilometern 339 Höhenmeter zusammen, was immerhin etwas über Goldbacher Niveau liegt. Eigentlich sind dort Läufer nicht so gerne gesehen, genauso wie die Mountainbiker auf den Fußwegen. Aber die die mich überholt haben waren alle sehr freundlich.
Gestern hab ich mich mal wieder auf die Wintercross-Strecke getraut und bin sie recht locker in 42 Minuten abgelaufen. Am Sonntag geht es ja wieder los, mal sehen wer dieses Jahr alles vorne mitläuft und wie ich drauf bin.
Schon zum 50. Mal fand am Sonntag der Middenmeerloop (Mittelseelauf) in Amsterdam statt. Die Anmeldung war etwas kompliziert, da ich natürlich nicht Mitglied in der Königlichen Athletenvereinigung bin. Deshalb musste ich mich bei den Hobbyläufern anmelden.
Auch in Deutschland gibt es ja die offizielle Unterscheidung zwischen Straßenlauf und Volkslauf, nur dass es dann nach dem Lauf keinen Unterschied gibt.
Um 11.30 stand ich also mit den Hobbyläufern und auch den „richtigen“ Läufern am Start. Vorne drückte sofort der Läufer, den ich vorher schon rein optisch zum Favoriten gemacht hatte ordentlich aufs Tempo. Da ich beim Start recht weit hinten eingeklemmt war, gab es schon eine ordentliche Lücke, die ich erstmal zulaufen musste. Ab da machten wir dann gemeinsame Sache und wechselten uns immer wieder in der Führung ab. Die ersten beiden Kilometer waren deutlich zu schnell, aber danach pendelte sich das Tempo ganz gut ein. Der Wind, der mich auf der Autobahn schon fast aus dem Auto geblasen hatte blies hier auch ganz ordentlich. Kurz nach Kilometer 4 ging es in eine große Wendeschleife mit einer kurzen Cross-Einlage. Hier verlor ich dann etwas den Kontakt und konnte die Lücke auch nicht mehr schließen. Langsam aber konstant wurde der Abstand immer größer. Jetzt lies ich auch einige Sekunden liegen und die angepeilte 33er Zeit glitt so langsam davon. Ich versuchte auf den letzten 1000m nochmal Gas zu geben, aber auch der Wind hatte was dagegen. So wurde es am Ende der 2. Platz in 34:09 min.
Bei der Siegerehrung wurde ich dann leider komplett ignoriert, da es für die Hobbyläufer keine Ehrung gibt. Also durfte ich nur zuschauen und ein Kuchenbuffet gab es auch nicht
Eine ganze Woche sind wir schon hier in Egmond aan Zee. Teilweise haben wir hier ordentlich Wind, ab und zu auch mal ein bisschen Regen, aber im Großen und Ganzen überwiegt doch die Sonne. Wir haben schon jede Menge Wanderungen hinter uns und auch die Laufschuhe hatte ich schon öfter an, als ich gedacht hatte. Eigentlich wäre der Strand ideal zum Laufen, bretteben und schön fest, wenn da die 1000 freilaufenden Hunde nicht wären. Aber auch in den Dünen ist es wunderbar. Ab und zu kommt mal eine Passage mit tiefem Sand, aber der größte Teil der Wege sind fest und super zum Laufen geeignet. (Ein paar Strecken: hier und hier) Ich hatte allerdings schon einige Begegnungen mit freilaufenden Pferden und zotteligen Bullen, die aber zum Glück sehr harmlos sind.
Morgen werde ich dann einen Ausflug nach Amsterdam machen. Beim 50. Middenmeerloop werde ich versuchen ein Wörtchen bei der Preisvergabe mitzureden. Dank der Hilfe von Georg hab ich diesen Lauf gefunden. Er hat mir die Webseite übersetzt und mich mit einer Anfahrtsbeschreibung versorgt.
Und hier noch ein paar Fotos:
- In den Dünen
- Zuschauer
- Die Dünen
Erst mal vielen Dank euch allen.
Wahrscheinlich habt ihr Recht, die Deutschen Meisterschaften im Frühjahr mit 2 Medaillen und der Jungfrau-Marathon mit der super Zeit waren absolute Highlights. Das in einem Jahr jedes Rennen gelingt, gibt es nur ganz selten. Und nächstes Jahr versuche ich einfach wieder.
In einer netten Mail wurde mir folgendes geschrieben:
„Wir können wohl unsere physische und psychische Energie aus verschieden tiefen Quellen mobilisieren – und je tiefer, desto länger dauert die Regeneration. Ich stell mir das so vor wie ein Jahrhunderthochwasser, das im Schnitt halt auch nur alle hundert zustande kommen kann. Vielleicht geht ein Marathon mit Bestleistung halt auch nur einmal im Jahr oder so.“
Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit meiner Saison, auch wenn der als krönender Abschluss geplante Marathon in München nicht so lief wie geplant.
Nach drei Tagen Pause werde ich heute Mittag mal wieder ein paar Meter laufen, ich hoffe mal ich erfriere nicht. Am Wochenende fahren wir dann nach Egmond aan Zee in Holland. Einfach ausruhen, ein bisschen am Strand spazieren gehen und joggen.
10 Minuten daneben. So bin ich ja schon ewig nicht mehr eingebrochen. Eigentlich hatte ich gedacht, die Vorbereitung wäre wirklich gut verlaufen. Auch vor dem Start hatte ich mich richtig gut gefühlt.
Am Freitag abend sind wir zusammen nach München gefahren und haben in das schöne Suite-Hotel eingecheckt. Großes Zimmer, Badewanne, Internet… Am Samstag haben wir uns dann auf den Weg in den Olympiapark gemacht, Startunterlagen abgeholt, mal kurz über die Messe gelaufen und die wichtigen Stationen für Sonntag angeschaut: Eigenverpflegungsabgabe, Weg zum Start, Kleiderbeutelabgabe… Danach sind wir sehr zeitig wieder ins Hotel zurück.
Der Sonntag begann um 6.00 Uhr mit dem Frühstück, kurz vor 7 bin ich dann los Richtung U-Bahn und Olympiapark. Simone hat noch ein bisschen ausgeschlafen und ist dann direkt an die Strecke, km 8 war nicht weit von unserem Hotel. Nachdem ich meine Flaschen abgegeben hatte, konnte ich mich noch etwas ausruhen, bevor ich auch meinen Kleiderbeutel abgab und mich auf dem Weg zum Start machte.
Wie schon gesagt, die Beine fühlten sich locker an und ich war hoch motiviert. Pünktlich um 10 knallte der Startschuß und die 6000 Starter machten sich auf den Weg. Vorne gab es schnell eine 10er Gruppe, dann ein paar vereinzelte Läufer, dahinter eine weitere größere Gruppe in der ich mich befand. Mein Tempo war von Anfang an genau wie geplant und recht gleichmäßig. Bei Kilometer 5 knapp unter 18 Minuten, ich hatte mir einen defensiven Start vorgenommen und es passte gut. Unsere Gruppe löste sich dann Stück für Stück auf, im Englischen Garten war ich dann mit Charles Felix Mukasa aus Uganda alleine. Wir harmonierten super, hatten genau das gleiche Tempo und das gleiche Ziel. Bis Kilometer 10 hatten wir das Tempo etwas erhöht und gingen nach 35:44 durch. Stück für Stück holten wir zur Spitze auf, die schon lange außer Sicht war. Nach 15 Kilometern hatten wir den Englischen Garten hinter uns und gingen in 53:21 min durch Teilweise hatten wir jetzt wieder Sichtkontakt zum Führungsfahrzeug, beschlossen aber unser Tempo weiter durchzuziehen.
Die erste Hälfte war nach 1:15:04 um. Wir erhöhten das Tempo jetzt ein bisschen, wir wollten ja nicht in 2:30:08 ins Ziel laufen ![]()
Was dann ab Kilometer 26 passierte weiß ich auch nicht so genau. Plötzlich war die Kraft weg, die Oberschenkel zu, ich konnte das Tempo nicht mehr halten. Ich wurde immer langsamer und von Meter zu Meter wurde die Quälerei größer.
Die 2. Hälfte lief ich genau in einem 4er Schnitt.
Mein Ugandischer Freund brach später auch noch ein bisschen ein, er schaffte immerhin noch eine 2:35. Letztes Jahr in Kenia ist er seine Bestzeit von 2:28 Std gelaufen. Damit hätte man hier heute gewinnen können, doppelt ärgerlich dass heute gar nichts ging. Jetzt kann ich nur rätseln woran es lag. Vielleicht ein bisschen am Wind? Mit 180 Höhenmeter war die Strecke wohl auch nicht so flach, wie ich vorher erzählt bekam. Oder hat der Zahn, der Montags wieder ziemlich „gepumpert“ hat doch auch ein Wörtchen mitgeredet? Die Vorbereitung war meiner Meinung nach zumindest gut, auch wenn ich beim nächsten Mal vielleicht doch manches ein bisschen anders machen werde.
Die nackten Zahlen:
2:39:31 Std
13. Gesamt
3. Altersklasse
Die Vorbereitung ist gelaufen. Ich hab mein Bestes gegeben, jetzt muss ich abwarten was am Ende im Olympiastadion heraus kommt.
Am Montag standen 4×2000m im Marathontempo auf dem Plan, wie immer in der letzten Vorbereitungswoche, ohne auf die Uhr zu schauen. Tempogefühlsschulung. Vorgenommen hatte ich mir einen 3:33er Schnitt, mit dem ich am Sonntag auch anfangen möchte. Nach 2 km piepste es, ich schau auf die Uhr: 7:06min! Punktlandung! Dann eine 6:41, viel zu schnell. Die beiden letzten dann in 7:10min und 7:00min. Also bis auf den schnellen Zweiten ganz ok.
Am Mittwoch war ich dann mit Ingbert am Mainufer unterwegs. 5×1000m, wieder ohne Uhr, nur nach Gefühl. Diesmal hatte ich gewaltige Schwankungen drin, 3:36min, 3:37min, 3:27min, 3:35min, 3:30min. Kein einziger Treffer und alles weit gestreut. Das muss ich Sonntag besser hinbekommen.
Aber ansonsten fühle ich mich gut, die Vorbereitung hat gepasst. Das Wetter soll auch nicht so schlecht werden, wenn ihr alle noch ein bisschen Daumen drückt, dann klappt das schon.
Ich drücke auch allen die Daumen die am Wochenende ihre Saisonhöhepunkte haben. Besonders Robert, der zeitgleich mit mir in Essen startet. Ich hoffe wir kommen auch zeitgleich um 12:29 Uhr an!
Und natürlich den Ironmännern und Frauen auf Hawaii, besonders Marco und meinen Vereinskollegen Claudia, Arnd und Manni!
Jetzt gehts in den Endspurt. Wobei Spurt eigentlich der falsche Ausdruck ist. Kurz vor dem Marathon wird das Tempo doch langsam gemütlicher.
Am Montag war ich recht weit im Norden unterwegs. In Laatzen bei Hannover habe ich mein neues Auto abgeholt. Bei GPsies hatte ich mich vorher schon mal nach schönen Laufstrecken umgeschaut und mir dann selbst eine Runde rund um den Maschsee und die AWD Arena (wo Hannover 96 am 30.01. eine bittere Pleite einstecken wird) erstellt. Dann hab ich meinen Forerunner schön über nacht angelassen, dass er auch pünktlich zum Start leer war. Egal, rund um den See habe ich auch gerade noch so gefunden, nur der 18km Tempolauf wurde durch einen etwas gemütlicheren Lauf ersetzt. Den 18er hab ich dann am Dienstag nachgeholt und in 1:02:55 genau einen 3:30er Schnitt geschafft. Zwischendurch dachte ich zwar: „Früher war dieser Lauf auch immer nur 15km lang, das soll heute auch genug sein.“ Aber mein kleines Tief hab ich dann doch überwunden indem ich einfach an den Zieleinlauf ins Olympiastadion gedacht habe und konnte die letzten 3km soga noch mal zulegen.
Den letzten 35er in 4:32min/km hab ich traditionell von Samstag auf Mittwoch vorgezogen um eine etwas längere Erholung zu haben. Die ersten 11 Kilometer leistete Ingbert Gesellschaft dann hab ich noch ein Runde über Erlenbach und Wörth drangehängt.
Jetzt ist nur noch Erholung angesagt, Montag und Mittwoch noch ein paar Kilometer im Marathontempo um noch ein bisschen Gefühl dafür zu bekommen und Freitag gehts ab nach München!
Anfang der Woche war Erholung von Bensheim angesagt. Nicht nur die Beine mussten wieder locker werden, sondern vor allem der Kopf. Nachdem ich ja doch ein ganzes Stück vom Wunschergebnis entfernt war, hoffte ich zum Ende der Woche noch ein bisschen was gut zu machen. Besonders heute beim „Langen“ mit der 15 km Endbeschleunigung gelang mir das sehr gut. Mit Simone als Radbegleitung machte ich mich nach der Arbeit von Wenigumstadt aus über Stockstadt, Harreshausen, Babenhausen und den Ringheimer Wald mal wieder auf meine Lieblings-35er Strecke. Angenehme Temperaturen auf der mit nur 43 Höhenmeter recht flachen Strecke trugen dazu bei, dass ich schon die ersten 20 Kilometer in einem ordentlichen 4:24er Schnitt zurücklegte. Anfangs bremste ich mich noch ein wenig, dann lies ich es einfach laufen. Die Endbeschleunigung verlief dann bis Kilometer 29 im Wald auf meist ordentlich befestigten Wegen, aber auch ein paar holprigen Trails. Der Rest auf dem Radweg über Pflaumheim nach Wenigumstadt hat nach 30,6 Kilometer einen nicht enden wollenden 800 Meter langen leichten Anstieg, wo ich mit 3:37 auch meinen langsamsten Kilometer lief, der Rest ist flach. Hier die Zeiten: 3:24, 3:30, 3:25, 3:25, 3:28, 3:22, 3:31, 3:25, 3:27, 3:26, 3:27, 3:36, 3:26, 3:26, 03:27, alles in allem ein Schnitt von 3:27min/km und damit in 51:45 min ein neuer Rekord. Die Entscheidung für die Luna Racer als Wettkampfschuhe sind damit auch gefallen, da ich auch heute wieder keinerlei Probleme mit den doch recht leichten Schuhen hatte.
Der Rest der Woche war geprägt von Schreckensmeldungen. Am Dienstag erfahre ich, dass ich den „Mann aus dem Main“ seit über 16 Jahren kannte und wir einen Großteil der Jahre Seite an Seite zusammen gearbeitet haben, bis er vor etwas mehr als einem Jahr kündigte. Er war ein besonderer Mensch (in alle Richtungen) und ich kann nur schwer glauben, dass er nun diesen Weg gewählt hat.
Einen Tag später muss ich erfahren, dass ein Freund seinen 10 jährigen Sohn verloren hat. Er hatte keine Chance seinen Weg zu wählen, was viele Menschen fassungslos zurück lässt. Ich kann nur hoffen, dass alle die zurückbleiben es irgendwie schaffen damit zurecht kommen.




