Am Freitagabend war es mal wieder Zeit für das sportliche Highlight in unserer Gegend (zumindest meiner Meinung nach) Der Hypo-Vereinsbank-Lauf in Aschaffenburg stand an. Bei der mittlerweile 12. Ausgabe sind wieder die Rekorde gepurzelt. Nach heftigen Widerständen am Anfang ist der Lauf mittlerweile nicht mehr wegzudenken und laut Main Echo ein fester Bestandteil von Aschaffenburg wie der Faschingsumzug und das Stadtfest.
Nachdem durch Marathon und Krankheit in den letzten Woche eingeschränktem Training sah es für mich bei meinem 9.Start nicht gerade positiv aus. Ich hatte gehofft die Zeit vom letzten Jahr, 25:40 min für die 7,8 Kilometer auf den 5 Runden zu wiederholen und evtl. bei der Vergabe der Prämien für die 6 Schnellsten Unterfranken ein Wörtchen mitreden zu können. Aus beidem wurde nichts. Zum einen war die Konkurrenz diesmal sehr stark, zum anderen war ich schon ziemlich schnell ziemlich platt. Als 9. Unterfranke kam ich nach 26:02 min ins Ziel am Schloss, immerhin noch meine 2.beste Zeit, aber zufrieden war ich nicht. In der Altersklasse blieb mir hinter 2 Kenianern und meinem Teamkollegen Michael Schrauder auch nur der undankbare 4. Platz.
Eine sensationelle Leistung zeigte mein Vereinskollege Andreas Heilmann der als schnellster Deutscher nach 24:11 min ins Ziel kam. Glückwunsch!
Soll ich erzählen was ich am Samstag gemacht habe? Wahrscheinlich erklären mich dann wieder einige für bekloppt. Morgens machte ich mich auf die Reise Richtung Freiburg, genauer gesagt nach Waldkirch. Da ich dieses Jahr am Schwarzwald–Berglaufpokal teilnehmen will, versuchte ich beim Kandel-Berglauf schon mal die ersten Punkte zu sammeln. Bei herrlichem, Laufwetter galt es 12,5 Kilometer mit 960 Höhenmeter zu erklimmen. Da der Lauf als Badische Seniorenmeisterschaften (ab M30) ausgeschrieben war, war er mit 450 Teilnehmern sowohl quantitativ, als aus qualitativ gut besetzt. Für mich ging es nur darum wieder etwas in den Berglauf reinzuschnuppern, und eben ein paar Punkte für die Gesamtwertung zu sammeln, die allerdings hoffentlich mein Streichergebnis werden. Für den Sieger gibt es jeweils 300 Punkte, für die Platzierten je nach Zeitrückstand entsprechen weniger, im Prinzip das selbe System das Alois bei unserer internen Zehnkampfwertung nutzt. Ich ging ganz locker an und lief von Platz 20 nach einem recht flachem Kilometer Platz um Platz nach vorne. Lange lieferte ich mir dabei ein Duell mit einem Läufer, wobei es eigentlich mehr eine Teamarbeit war. Immer wieder wechselte die Führung und wir zogen uns gegenseitig. Teilweise merke ich den Citylauf noch recht heftig in den Knochen, dann lief es wieder ganz locker. Da merkt man das Bergauflaufen doch wieder ganz andere Muskeln beansprucht. Auch an meinen Mitstreitern konnte ich das Erkennen. Muss ich mir daheim immer mal wieder einen Spruch wegen meinen dicken Oberschenkeln anhören, war ich dort „unter Meinesgleichen“. Der Anstieg, komplett auf Teer, war relativ gleichmäßig, zwischen 80 und 95 Metern pro Kilometer. Nur Kilometer 1, 6 und zum Ende hin wurde es flacher. Nach 0:57:55 Std (4:38min/km) erreichte ich die Spitze des Kandel, was mir 260,9 Punkten einbrachte. Nach der herrlichen Aussicht und der Rückfahrt mit dem Bus wurde auch das Warten auf die Siegerehrung belohnt: Für Platz 3 in der AK 30 gab es nicht nur einen Führer „Wandern im Schwarzwald“, sondern auch noch ein Paar Salomon-Trailschuhe, und die auch noch in der passenden Größe.
Es hat auf jeden Fall riesig Spaß gemacht, Bergläufe sind halt immer etwas Besonderes.
Auf dem Heimweg ging es direkt weiter nach Schimborn, wo wir uns bei Pizza und Chips gemeinsam über die tollen Beiträge der Konkurrenz beim Grand Prix amüsierten und uns über das Abschneiden des deutschen Titels aufregten („Vor ein paar Jahren habe die sich noch die Köppe eingeschlagen, jetzt schachern die sich gegenseitig die Punkte zu!) Zumindest war bis tief in die Nacht für Stimmung gesorgt.
Den Sonntag hab ich dann in Frankfurt verbracht und beim Wolkenkratzer-Festival vom Aufstieg auf den Skyscraper, dem SEK Einsatz auf dem Dach der Deutschen Bank, dem Open Air mit der Hermes House Band, Kim Wilde, Natascha Bedingfield und Sascha und vielen anderen Attraktionen bis zum abschließenden Feuerwerk im Europaviertel alles mitgenommen was geboten war. Von morgens um 11 bis kurz nach Mitternacht hab ich wahrscheinlich einen Marathon zurückgelegt. Wer nicht dort war hat auf jeden Fall was verpasst, ein sensationeller Tag der mich total begeistert hat.

Advertisements