…hab ich mich heute früh auf den Weg nach Arheilgen bei Darmstadt gemacht. Für den „Mühlchen Triathlon“ hatte ich mich angemeldet. Ich hab ihn dann einfach in „Mühltaler Triathlon“ umbenannt. Alois Mühltaler  ist nämlich der Erfinder unseres Vereins-Zehnkampfes . Und wer dort in die Wertung will muss einmal ins Wasser. Durch meinen Marathonsieg und den Sieg gestern hab ich schon wichtige Punkte gesammelt, aber ohne Schwimmen geht es halt nicht. Vor ein paar Wochen hat mich Alois angesprochen und gemeint ich wäre der erste Titelträger, der nicht wenigstens versuchen würde seinen Titel zu verteidigen. Und der große Wanderpokal macht sich eigentlich ganz gut auf meiner Fensterbank 😉7:30 Uhr Startunterlagenausgabe, 9:30 Uhr Wettkampfbesprechung, 10:55 Uhr Start. Bis es endlich losgeht, ist man schon wieder müde.

Ich startete in der ersten Männergruppe. Das Schwimmen der Schüler wurde verkürzt, das Wasser war zu kalt und die Kleinen haben ja so wenig Körperfett. Haben die sich mal mich angeschaut? Kein Erbarmen, 400 harte Meter im Naturschwimmbad Mühlchen standen mir bevor. (Keine Angst, ich hatte mir schon den Triathlon mit der kürzesten Schwimmstrecke ausgesucht.) Beim Schwimmtraining in der Vorbereitung war ich auch sehr konsequent: 0,0m.

Ich reihte mich also erstmal hinten ein, und kämpfte mich langsam zu den schnellsten Brustschwimmern vor, Kraulen versuchte ich erst gar nicht. Dann hängte ich mich an die langsamen Krauler, als die dann ins Brustschwimmen übergingen, zog ich dort auch vorbei. Mittelfeld, besser als gedacht. Als die ersten an Land gingen hatte ich schon 300 Meter. Mit komplettem Wechsel aufs Rad und aus der Wechselzone Rauschieben dauerte das ganze 10:02 min. Ich denke mal die reine Schwimmzeit war auf jeden Fall unter 9 Minuten.

Auf der Radstrecke (Rennräder nicht empfehlenswert, stand in der Ausschreibung) war ich mit einem geliehen Test-Crossrad aus der Firma unterwegs. Es lief gut, die Oberschenkel noch etwas dick von gestern. Größtenteils ging es über Forstwege und schlechten Asphalt, was mich nicht abhielt die 16 Kilometer in einem 33,5 km/h Schnitt zu fahren. Was ich gar nicht wusste war das ich nach gut 10 Kilometern die Führung übernommen hatte. Ich fuhr also fröhlich vorneweg, was aber nicht auffiel, da die Frauen 10 Minuten früher gestartet waren und sich auch noch auf der Strecke tummelten. Beim Laufen wunderte ich mich dass trotz Vollgas niemand mehr vor mir auftauchte. Zum Glück machte die große Blase von gestern keine Probleme, obwohl sich das wasserfeste Blasenpflaster beim Schwimmen verabschiedet hatte Nach 13:38 Minuten für die 4 Kilometer lief ich nach insgesamt 0:52:05 Std mit deutlichem Abstand ins Ziel. Allerdings kamen danach noch 3 Startgruppen mit jeweils 50 Startern. Ich wusste also bis zur Siegerehrung nicht, wo ich gelandet war.

In der Altersklasse wurde ich dann für Platz 2 geehrt, und ganz zum Schluss durfte ich dann wirklich den Pokal für den 2. Gesamtrang in Empfang nehmen. 27 Sekunden fehlten zum Sieger, was mir in der Vereinswertung 991,3 Punkte (Inoffiziell!) beschert. Der Ausflug hat sich gelohnt.

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