Die zweite Laufwoche ist auch um. 15 Kilometer. Aber wohin mit der (wie ich letzten Sonntag feststellen konnte) guten Radform? Ich hab mich gestern Mittag kurzfristig entschlossen nach Schotten zum Marathon zu fahren, habe mir ein Testrad vom Stenger ausgeliehen und los gings heute früh.

Nachdem ich mich mit Andy, einem ehemaligen Arbeitskollegen, warmgefahren hatte ging es pünktlich um 10:30 Uhr los. Die ersten 10 Kilometer ging es fast nur bergauf. Ich hatte mich etwas verhalten einsortiert und konnte so von Anfang an stetig überholen. Da es lange nur über Asphalt ging konnte man auch gut überholen. Nach 4 Kilometern wurde es dann etwas enger und die Probleme gingen los: Ich bin wirklich ein schlechter Mountainbiker, aber wer da alles gemeint hatte vorne mitfahren zu müssen…. Auf den engen Trails konnte man fast nich überholen und vor mir vielen sie reihenweise um, nur weil eine Wurzel auf dem Weg war. Mann, mann, mann. Auf dem Hoherodskopf hatte ich mich dann etwas nach vorne gearbeitet und war jetzt in Regionen wo sich jeder auf dem Fahrrad halten konnte. Es bildeten sich immer wieder Gruppen, die aber alle nicht lange hielten. Die Strecke war insgesamt technisch eher einfach, was mir als Straßenfahrer natürlich entgegen kam. Zweimal haben wir uns kurz verfahren, jeweils zwar nur hundert Meter, weil sofort jemand von hinten gerufen hat, der bessere Augen hatte als ich. Ärgerlich ist es trotzdem, Vollbremsung, umdrehen, voll beschleunigen und das Loch wieder zufahren. Nach dem Hoherodskopf ging es dann nochmal bei km 23- 27 länger hoch, später noch ein paar kurze, aber sehr giftige Anstiege, ansonsten tendenziell nach unten. Zweimal stieg ich vom Rad um zu schieben, bergab. Ich sag ja, ich bin kein Mountainbiker. Dafür hab ich bergauf die Gruppe gesprengt und ich bin alleine weitergefahren. Nach 44 Kilometern und 1:39 Std war schon wieder alles um. Mein Knie fühlt sich an wie neu, konditionell lief auch alles bestens, nur der linke Oberschenkel hat etwas verkrampft. Eingefahren bin ich auf Platz 20, Vierter bei den Senioren 1.

Es hat richtig Spaß gemacht, aber bevor ich beim Frammersbacher Marathon mit einer deutlich anspruchswolleren Strecke starte muss ich unbedingt noch ein paar mal in den Wald, bergabfahren üben.

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