Nachdem ich jetzt 10 Tage schmerzfrei laufen konnte, entschied ich mich mal zu testen wo ich kurz vor Beginn der Marathonvorbereitung stehe. Also ging es am Samstag ab in den Odenwald nach Güttersbach. Nachdem ich dort letztes Jahr in Topform auf dem Kurs mit knapp 400 Höhenmeter eine 1:15er Zeit gelaufen hatte wurde ich vom Streckensprecher schon mit den Worten „der schnellste Weiße, der bisher auf dieser Strecke gelaufen ist“ empfangen. Den Streckenrekord hält dort Tendai Chimusasa. Diesmal rechnete ich mir eine Zeit von 1:20 Std und hatte die Hoffnung, dass mein Knie halten würde, damit ich nächste Woche in die direkte Vorbereitung für Essen einsteigen kann. Direkt nach dem Start bildete sich eine Spitzengruppe aus Timo Grub, Jan Wäsch und mir. Als es nach 1,5 Kilometern in den Wald ging musste erst Jan abreißen lassen, aber auch ich merkte, dass ich gegen Timo heute keine Chance habe. Nach der ersten 14 Kilometerrunde hatte Timo so schon über 2 Minuten Vorsprung, Jan folgte ca. 1 Minute nach mir. Timo, der im Moment in Top-Form ist und erst am Mittwoch in Pfungstadt die 5000m unter 16 Minuten gelaufen war, lies auch auf der abschließenden 7 Kilometerrunde nichts anbrennen und konnte nach 1:17 Std einen sicheren Sieg feiern. Ich hörte immer wieder Jan hinter mir schnaufen, was mich davon abhielt in ein noch langsameres Tempo zu verfallen. Nach 1:21:14 war auch ich im Ziel. Viel mehr war nicht möglich und auch nicht zu erwarten. Immerhin habe ich jetzt einen guten Anhaltspunkt für die nächsten Wochen. Durch den 2. Platz und dem damit verbundenen Preis bestehend aus Buttermilch, Bauernbrot und einem Käse sicherte ich dann noch das Abendessen für die nächsten 2 Tage.

Am Sonntag klingelte der Wecker dann wieder zeitig. Wir machten uns auf den Weg nach Wiesbaden zum Halfironman 70.3. Ich durfte wieder auf der Laufstrecke als Fahrradbegleitung mithelfen. Diesmal durfte ich den Weg für den ersten Mann freiräumen, was auf den ersten beiden Runden überhaupt kein Problem war, erst auf der letzten Runde wurde es dann etwas voller. Nachdem in Frankfurt die 3. Frau 4mal gewechselt hat, übernahm ich diesmal Faris al Sultan als Führenden und konnte ihn bis ins Ziel begleiten. Mit 3 Minuten Vorsprung kam er vom Fahrrad, legte gleich ein schnelles Tempo vor. Die zweite Hälfte wurde dann etwas langsamer, aber insgesamt immer noch recht gleichmäßig. Die Verfolger kamen zwar näher, aber am Ende war noch eine Minute übrig.

Am Abend reichte es dann noch zu einer kleinen Runde mit Simone, aber der Muskelkater von Güttersbach war doch recht stark.

Heute stand dann ein 15 km Tempolauf auf dem Programm. Eigentlich wollte ich das Tempo auf 4:10min/km reduzieren, aber es lief so locker, dass ich mich entschied, doch die Vorgabe von 60 min umzusetzen, was auch problemlos gelang.

In den letzten Tagen bekam ich noch viele Reaktionen auf meinen Leserbrief im MainEcho, bezüglich des Zugspitzlaufes, der es etwas überraschend doch noch mit einiger Zeitverzögerung in die Zeitung schaffte. Hier im Blog war er schon am 16.07. zu lesen.

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