Ideales Läuferwetter war am Sonntag Morgen. Kein Wind, angenehme Temperaturen und trocken. Von dieser Seite gab es also schonmal keine Ausreden. Ich fühlte mich auch ganz gut, die Zeiten im Training hatten auch gestimmt. Also konnte die Jagd auf die neue Bestzeit eröffnet werden.

Punkt 10:00 Uhr ging es zusammen mit knapp 850 Halbmarathon- und 10km Läufern auf die Strecke. Durch den gemeinsamen Start hatte ich die Hoffnung gehabt, wenigstens auf der ersten Runde noch eine kleine Gruppe zu haben. Aber nach weniger als 3 Kilometern war ich alleine. Es wurde ein einsamer Lauf quer durch Bensheim. Immerhin hatte ich einen Radfahrer bei mir. Das Tempo passte von Anfang an sehr gut. 17:00min nach 5km, 34:00 nach 10 km. Hier war die erste Runde um und ich wurde schon als Sieger gefeiert, dann merkten sie dass ich in die 2. Runde einbog. Simone erzählte mir dann später dass die beiden Streckensprecher meine Zielzeit tippten: „Das wird eine 1:12:47“ „Nein ich tippe auf eine 1:12:17“ Sie lagen beide garnicht mal so schlecht. Bei Kilometer 15 ging ich mit einer 51:03 durch. Also praktisch wieder die selbe Zeit. Auf jeder Runde waren 2 Brücken zu überqueren und zwei 180° Wenden und jede Menge eckige Kurven zu überstehen. Zusätzlich ging es in dieser Runde auf eine Schleife. 2mal unter einer Unterführung durch. Als richtig schnell würde ich die Strecke nicht bezeichnen. Langsam merkte ich auch wie das Tempo etwas nachließ. Ich versuchte immer wieder etwas Gas zu geben, verlor aber bis ins Ziel doch noch etwas an Zeit. Letztendlich blieb die Uhr bei 1:12:28 stehen, ziemlich genau 30 sec unter meiner Bestzeit, die ich letztes Jahr auf der schnellen Schottener Strecke gelaufen bin. Die Form für Essen scheint also zu stimmen, die Bestzeit könnte bei guten Bedingungen fallen. Aber bei einem Marathon entscheiden ja oft die Kleinigkeiten.

Ich bin auf jeden Fall zufrieden. Die Bestzeit ist deutlich gefallen, gewonnen habe ich mit fast 8 Minuten Vorsprung und den alten Streckenrekord (1:12:54) von Tobias von Gehmen habe ich auch unterboten. Als Belohnung gab es ein 3-Liter Erdinger Glas mit Füllung. Na dann Prost!

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