Traumwetter und eine schnelle Strecke. Ideale Bedingungen um mal wieder eine gute 10er Zeit vorzulegen. Durch den Kreuzbandanriss letztes Jahr, hatte ich keine einzige schnelle Zeit stehen. Es wurde also mal wieder Zeit. Durch die Probleme im Training bei allen schnellen Einheiten hatte mich aber doch etwas verunsichert. Irgendein Ziel musste ich mir setzten, um wenigstens das Anfangstempo festlegen zu können. Also beschloss ich, es mit einer mittleren 33er Zeit zu probieren und mit 3:20min/km anzugehen.

Das Feld in Niederrodenbach war traditionell stark besetzt. Ein junger unbekannter Marokaner kündigte vorher schon einen neuen Streckenrekord (32:05) an und ließ auch schon direkt nach dem Start daran keine Zweifel aufkommen. Dahinter schnelle eine 10er Gruppe die den ersten Kilometer in 3:05 durchging. Dahinter wieder eine Gruppe in 3:15, unter anderem mit mir und meinen stärksten lokalen Konkurrenten Michael Schrauder und Marco Schneider. Die nächsten beiden Kilometer waren mit 3:23 und 3:21 deutlich langsamer, trotzdem kam die Gruppe vor uns nicht weiter weg. Dadurch motiviert gab ich Gas und lief bald alleine und holte einen nach dem anderen ein. 3:11 und 3:13 für die nächsten Kilometer und plötzlich war ich auf Bestzeitkurs. Ich wurde jetzt zwar jeden Kilometer ein bisschen langsamer aber konnte immer noch  Plätze gut machen. 3:17, 3:19, 3:21, 3:19, 3:21. Auf den letzten 1000m schob ich mich sogar noch auf einen Podestplatz. Die Uhr blieb bei 33:04 min, wesentlich früher als ich erwartet hatte, 8sec über meiner PB und damit die zweitschnellste Zeit die ich bisher gelaufen bin.  Da bin ich scheinbar schon fitter als ich mich gefühlt hatte und kann jetzt doch optimistisch die letzten Wochen bis nach Backnang angehen.

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