Die ganze letzte Woche war ich schlapp. Ich schaffte es einfach nicht mich vom 25er in Seligenstadt zu erholen. Das Tempotraining fiel komplett flach. Höhepunkt dann am Donnerstag, als ich mich im Walkingtempo durch den Hösbacher Wald schleppte. Ich glaube, wenn ich sicher gewesen wäre, dass mich niemand sieht, wäre ich wirklich zwischendurch gegangen 😉 Am Samstag liefs dann erstmals etwas lockerer, aber bedingt durch die hohen Temperaturen wurde es auch da am Ende hart.

Die neue Woche begann mit einem Feiertag und mit dem letzten Test für die Duathlon DM am 26.04. Nachdem die ersten beiden Testwettkämpfe in Niederrodenbach (10km, fast Bestzeit) und Seligenstadt (25km, deutliche Bestzeit) zu Fuß sehr positiv waren, freute ich mich auf meinen Fahrradtest. Beim Radrennen „Rund um Köln“ hatte ich mir die 100km Runde ausgesucht. Das Ziel war, noch eine harte Belastung auf dem Rad zu haben und hoffentlich mit einem guten Gefühl nach Backnang fahren zu können. Anders als im Rest Deutschlands, wo die Sonne schien, lag Köln im Nebel und die Temperaturen lagen nicht gerade im Wohlfühlbereich. Direkt nach dem Start ging es gleich heftig zur Sache, das Feld war sehr nervös, jeder wollte vorne dabei sein, dauernd musste man Angst haben, irgendein Doller fährt einem ins Rad. Ich versuchte mich so weit wie möglich rauszuhalten und hoffte auf die ersten Berge. Ich konnte immer in der ersten Gruppe mitfahren, der aber auch noch mindestens 100 Fahrer angehörten. Der erste Anstieg nach 13 Kilometern sortierte das Feld erstmal, leider ging es danach wieder etwas lockerer zu, dass wieder viele das Loch zufahren konnten. Zwischen Kilometer 50 und 75 ging es dann endlich mehr zur Sache. 3 ordentliche Anstiege, die unsere Gruppe auf 20 Mann reduzierte. Leider ging am letzten Anstieg eine 6er Gruppe weg, die ich verpasste. Zu dritt versuchten wir dann die Spitze wieder einzuholen, kamen auch erst immer näher, musste dann aber doch passen und liesen die andere Gruppe hinter uns wieder rankommen. Am nächsten Anstieg verklemmte sich meine Kette, ich musste kurz absteigen und verlor den Anschluss. Alleine hatte ich keine Chance wieder ran zufahren. 15 Kilometer war ich danach völlig auf mich gestellt. Als die Hundert Kilometer absolviert waren und ich auf das Ziel hoffte kam von hinten eine Gruppe mit fast Hundert Fahrern und überrollte mich fast. Eben noch auf Platz 20, jetzt wieder mitten im Feld. Am Ende waren es dann 115 Kilometer. Ich blieb in der Gruppe und hielt mich im Spurt um die Plätze schön raus. Und als ich später einen Sturz auf der Zielgerade sah, ein paar Minuten hinter uns, wusste ich auch, dass es besser war. Da ist ein Lauf mit ein paar tausend Läufern viel entspannter und ungefährlicher. Am Ende war ich froh, dass ich und mein Rad alles sturzfrei überstanden hatten. Unterwegs war mir einer in die Seite gefahren, Lenker an Lenker sind wir in die Kurve und einen riesigen Schlag tat es, als er mit seinen Pedalen in meinen Vorderradschnellspanner krachte. Das war einfach nur Glück, dass wir uns nicht überschlagen haben. Auch der Sturz, als einem der Reifen platzte, und er mehrere Meter über die Straße schlitterte, durch den Straßengraben unter einem Weidezaun auf eine Wiese rutschte, nicht gerade lustig anzusehen. Am Ende stand auf der Ergebnissliste der 75. Platz, praktisch zeitgleich mit dem 20. Ein 38,2km/h Schnitt über 115 Kilometer und einem Durchschnittspuls von 157 (79%). Und die Gewissheit, dass die Form passt und ich mit etwas Glück hier unter die Top 20 (900 Finisher) gefahren wäre. Heute bin ich dann wieder locker in die Firma gefahren, Mittags ein lockeres Läufchen und am Abend noch ein kleines Koppeltraining. Auf dem Heimweg die ersten 20km recht locker, dann die letzten 5 Kilometer im 36er Schnitt, direkt die Laufschuhe an und noch 3 Kilometer Vollgas: 3:26, 3:22, 3:13min.

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