Ein Jahr ist es schon wieder her. Nach meinem Kreuzbandanriss hatte ich damals in Aschaffenburg mein Comeback gewagt. In 33 Minuten genoss ich damals jeden der 7900m. Diesmal hatte ich mir natürlich wieder eine schnellere Zeit vorgenommen.  Bei 25:40 min stand meine Bestzeit, an die ich möglichst nahe herankommen wollte. Mit dem Wetter hatten wir A-Läufer, verglichen mit den anderen, es gut getroffen. Leichter Nieselregen und immer noch angenehme Temperaturen.

Das Tempo am Anfang kam mir relativ langsam vor, aber da ich hier schon öfter etwas übermotiviert an den Start gegangen war und auf der letzten der 5 Runden büsen musste, beschloss ich erstmal im Bereich meiner lokalen Konkurrenten zu bleiben. Die schnellen Kenianer sah ich nochmal am Ende der ersten Runde an der 180° Wende, dann waren sie verschwunden. Da es hier in der Unterfrankenwertung auch einiges zu verdienen gibt, versuchte ich auch hier mal schnell durchzuzählen, und fand mich auf Platz 8 wieder. Ein bisschen mehr hatte ich mir schon erhofft. Wenn es die Sandgasse hochging, habe ich dann immer versucht Druck zu machen. Schön konstant ging es bei mir richtig gut. Langsam konnte ich mir nach hinten ein bisschen Luft verschaffen und merkte, dass auch nach vorne noch was geht. Gegen Ende der 4. Runde tauchten dann wieder 2 Trikots vor mir auf: Leinach und Ostheim, beides Unterfranken. Wir liefen dann die nächste Runde  zusammen und wurden durch den Rossmarkt und die Friedrichstraße gaben wir richtig Gas. An der 180° Wende rutschte dann Bernd Müller auf der vom Regen immer noch sehr glatten Straße weg und ich fiel fast über ihn. Er kam aber schnell wieder auf die Beine. Ich konnte dann Richtung Ziel noch richtig zulegen. Überhaupt hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, zwar schnell zu laufen, aber immer noch etwas in Reserve zu haben.

Am Ende reichte es zu Platz 16 im Gesamtfeld, als 6. Deutscher, 4. Unterfranke und 3. in der M30 konnte ich mir in 25:28min (neue pers. Bestzeit) 200 Euro verdienen. Das nenne ich mal ordentlicher Stundenlohn. Naja, die Vorbereitung darf man natürlich nicht mit reinrechnen 😉

Auf jeden Fall bin ich top zufrieden. Den Lauf von Start bis zum Ziel super durchgezogen, keine Schwächephase und eine neue PB. Und trotz Regen war auch die Unterstützung von den Zuschauern wieder erstklassig! Da kann ich nur hoffen, dass an den Gerüchten, der 15. HVB-Citylauf könnte vielleicht der letzte werden nichts dran ist!

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