Anfang der Woche war Erholung von Bensheim angesagt. Nicht nur die Beine mussten wieder locker werden, sondern vor allem der Kopf. Nachdem ich ja doch ein ganzes Stück vom Wunschergebnis entfernt war, hoffte ich zum Ende der Woche noch ein bisschen was gut zu machen. Besonders heute beim „Langen“ mit der 15 km Endbeschleunigung gelang mir das sehr gut. Mit Simone als Radbegleitung machte ich mich nach der Arbeit von Wenigumstadt aus über Stockstadt, Harreshausen, Babenhausen und den Ringheimer Wald mal wieder auf meine Lieblings-35er Strecke. Angenehme Temperaturen auf der mit nur 43 Höhenmeter recht flachen Strecke trugen dazu bei, dass ich schon die ersten 20 Kilometer in einem ordentlichen 4:24er Schnitt zurücklegte. Anfangs bremste ich mich noch ein wenig, dann lies ich es einfach laufen. Die Endbeschleunigung verlief dann bis Kilometer 29 im Wald auf meist ordentlich befestigten Wegen, aber auch ein paar holprigen Trails. Der Rest auf dem Radweg über Pflaumheim nach Wenigumstadt hat nach 30,6 Kilometer einen nicht enden wollenden 800 Meter langen leichten Anstieg, wo ich mit 3:37 auch meinen langsamsten Kilometer lief, der Rest ist flach. Hier die Zeiten: 3:24, 3:30, 3:25, 3:25, 3:28, 3:22, 3:31, 3:25, 3:27, 3:26, 3:27, 3:36, 3:26, 3:26, 03:27, alles in allem ein Schnitt von 3:27min/km und damit in 51:45 min ein neuer Rekord. Die Entscheidung für die Luna Racer als Wettkampfschuhe sind damit auch gefallen, da ich auch heute wieder keinerlei Probleme mit den doch recht leichten Schuhen hatte.
Der Rest der Woche war geprägt von Schreckensmeldungen. Am Dienstag erfahre ich, dass ich den „Mann aus dem Main“ seit über 16 Jahren kannte und wir einen Großteil der Jahre Seite an Seite zusammen gearbeitet haben, bis er vor etwas mehr als einem Jahr kündigte. Er war ein besonderer Mensch (in alle Richtungen) und ich kann nur schwer glauben, dass er nun diesen Weg gewählt hat.
Einen Tag später muss ich erfahren, dass ein Freund seinen 10 jährigen Sohn verloren hat. Er hatte keine Chance seinen Weg zu wählen, was viele Menschen fassungslos zurück lässt. Ich kann nur hoffen, dass alle die zurückbleiben es irgendwie schaffen damit zurecht kommen.

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