Den vielleicht entscheidenden Fehler habe ich schon am Tag vor dem Rennen gemacht. Ich habe mich für Click-Pedale und damit für zweimal Schuhe wechseln entschieden.
Das Laufen verlief nach Plan. Ich war von Anfang an in der ersten Gruppe und konnte gut mithalten. Der Plan in der zweiten Runde ein bisschen Gas zu geben und evtl. mit etwas Vorsprung in die Wechselzone zu kommen scheiterte allerdings am recht hohen Tempo von Christoph Bergmann (Tri Flow) und Rudolf von Grot (Skills). So rannten wir zeitgleich zu unseren Rädern. Hier verlor ich dann zum ersten Mal Zeit und die Gruppe. Während ich die Schuhe tauschte, wurde ich vom 4. Michael Port ein- und überholt. Nach knapp einem Kilometer auf dem Rad hatte ich ihn wieder eingeholt und zusammen machten wir uns auf die Jagd der beiden Führenden. Wie die Strecke aussah, kann man sich aufgrund des Fotos ja ungefähr vorstellen. Teilweise fuhr ich fast blind durch den Ginnheimer Wald. Die Brille total verdreckt, nichts sauberes am Körper um die Gläser halbwegs sauber zu halten. Und ohne Brille flog der Dreck direkt in die Augen, so dass ich meist mindestens ein Auge zugepetzt hatte. Noch heute sind meine Augen rot, die ganze Nacht rieb und drückte es unter den Augenlidern. Wir konnte dann aber bald aufschließen und versuchten gemeinsam zu verhindern, dass Haimo Kiefer, der besten Radfahrer im Feld und Favorit auf den Sieg, zu schnell herankommen könnte. Aber es half nichts, als er heran- und vorbeischoss konnte bis auf von Grot niemand mitgehen. Und auch er wurde in der 2. Runde von uns wieder eingeholt. Haimo fuhr einsam vorne weg und wir kamen nach 22 Kilometern wieder gemeinsam in die Wechselzone. Dort wurde ich beim Schuhwechsel wieder nach hinten durchgereicht, da alle anderen in Laufschuhen gefahren waren. Ich hatte mir durch die Radschuhe beim schmierigen und matschigen Kurs einen Vorteil erhofft, den ich so aber nicht umsetzten konnte. Aus der Wechselzone heraus versuchte ich so schnell wie möglich loszulaufen um noch eine Chance aufs Podest zu haben. Trotz des hohen Tempos auf dem ersten Kilometer wurde der Abstand aber nicht geringer, so dass ich es dann etwas lockerer angehen ließ und nur noch den 5. Platz ins Ziel brachte. Wenn man bedenkt dass ich bei den Wechseln auf die anderen der Spitzengruppe 10-25 Sekunden verloren habe und am Ende der Zweiten nur knapp 40 Sekunden vor mir war, kann man leicht erkennen, dass mehr möglich gewesen wäre. Trotzdem bin ich insgesamt zufrieden, das Desaster, das ich nach den Trainingseindrücken in der letzten Woche auf dem Rad befürchtet hatte, blieb aus und beim Laufen geht es für Dezember sowieso schon sehr gut.
Insgesamt brauchte ich für die 5 km Laufen, 22 km Fahrrad und 2,5 km Laufen 1:10:55 Stunden, was trotz wesentlich schlechterer Wetterbedingungen nur 25 Sekunden langsamer war als letztes Jahr bei meinem 2.Platz. Wobei sich 16 Sekunden schneller gelaufen und 19 Sekunden langsamer Radfahren fast genau aufheben. Der Rest liegt in der Wechselzone.
Die Ergebnisse gibt es hier und eine Bildergalerie von Lauf-News.de hier

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