Als Símone morgens meinte: „Alles weiß draußen“, dachte ich noch an einen Scherz. Aber es hatte wirklich geschneit. Also schnell runter in den Keller die Spikes suchen. Ganz so schlimm war es dann doch nicht, im Gegenteil. Wer auf gefrorenen Boden gehofft hatte, wurde enttäuscht. Es war der matschigste und rutschigste Lauf bisher. Zusammen mit Johannes Moldan machte ich vorne die Pace, aber auf Grund des Bodens mussten wir vor allem bergab und in den Trailpassagen etwas langsam machen. Trotzdem stand zur Halbzeit eine 17:41min, eine 34er Zeit war also noch möglich. Bernhard hatte sich die ganze Zeit nicht abhängen lassen und immer nur ein paar Meter hinter uns. Kurz nach Kilometer 6 attackierte er zu unserer Überraschung und ging an uns vorbei. Den „Bergabkilometer“ flogen wir dann fast hinunter (2:53min) und hängten ihn so wieder ab. Meine Fluchtversuche hatten aber leider keinen Erfolg. So konnte Johannes am letzten Berg das Tempo verschärfen und auch mich abhängen. Am Ende musste ich mich dann sogar nochmal gegen Bernhard wehren, der schon wieder den Anschluss gefunden hatte. So lief Johannes in 34:43min knapp unter meinem Serienrekord ein, ich selbst konnte mich in 34:58min eine Sekunde vor Bernhard ins Ziel retten, der erstmals unter 35min blieb.
Jetzt ist erstmal eine Pause bis zum zweiten Januar Wochenende. Zeit um im Training endlich wieder den Plan etwas ernster zu nehmen und ein paar Kilometer drauf zu legen.

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