Nach der guten Zeit in Aschaffenburg dachte ich mir, es wäre mal so langsam nötig meine mittlerweile 3 Jahre alte 10 km Bestzeit auszulöschen. Selbst wenn man das Ergebnis vom Citylauf ganz pessimistisch hochrechnet, sollte da was drinnen sein. Auf der Suche nach einer schnellen Strecke bin ich über Eberbach am Neckar gestolpert. „Die Strecke zeichnet sich durch einen flachen Verlauf aus und ermöglicht dabei Bestzeiten.“ So konnte ich im Internet lesen. Auch Frank fand die Strecke ok. Also machte ich mich Sonntag früh auf den Weg. Um 10:50 Uhr wurden wir losgeschickt, erst eine 700m Runde durch die Altstadt. Vorneweg Matthäus Gaida, der sich wie schon in den letzten Jahren die Sprintprämie nach der ersten Runde sicherte. Nach etwa 1,3 Kilometern konnte ich dann die Führung übernehmen, der erste Kilometer war trotz Kopfsteinpflaster und enger Kurven mit 3:10min etwas zu schnell. Der nächste Kilometer war leicht ansteigend, dann über den Neckar. Schon hier hatte ich von den Beinen lange nicht so ein gutes Gefühl wie in Aschaffenburg. 3:14min und 3:13min. Mittlerweile ging es den Radweg am Fluß entlang, leider starker Wind von vorne. Nach 5 Kilometern zeigte die Uhr 16:15 an, genau wie geplant, aber ich wusste genau, ich kann das Tempo nicht halten. Mittlerweile waren mir die 5 ersten Halbmarathonis entgegen gekommen, die um 10 Uhr gestartet waren. Nach dem Wendepunkt machte ich mich auf die Verfolgung und konnte bis ins Ziel auch noch 2 überholen. Hinter mir war schon eine gute Lücke, wenigstens etwas. Trotz Rückenwind war die Kraft weg, vom Radweg hoch zur Straße, von dort über die Brücke Richtung Altstadt. Von einer flachen Strecke würde ich nicht wirklich reden. Mittlerweile waren meine Kilometersplits doch deutlich über 3:20min und meine neue Bestzeit (32:56min) die auch zeitgleich neuer Streckenrekord gewesen wäre waren weg. 33:13 min waren es am Ende, da hatte ich mir deutlich mehr ausgerechnet. Aber Strecke, Wind und auch Tagesform habe nicht mehr zugelassen. Im Nachhinein wäre ein Start in Obernburg beim Römerlauf vielleicht doch eine Alternative gewesen. Über die Veranstaltung an sich kann man aber nicht meckern. Alles gut organisiert und zusammen mit dem Frühlingsfest auch ein schönes „Event“.

Im Eberbacher Channel sind ein paar Fotos zu finden.

Ich werde jetzt mal in Ruhe weitertrainieren, bald kommt die Zeit der Staffeln. Erst die Seligenstädter Marathonstaffel zusammen mit der TSG, dann Ende Juni wieder ein Highlight, der Rennsteigstaffellauf, bei dem ich diesmal mit der 6. Etappe von Allzunah zum Grenzadler die längste Etappe laufen darf.

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