Eigentlich gibt es nicht besonders viel zu erzählen über den Jungfraumarathon 2010. Das Wetter war perfekt am letzten Samstag, die Form dachte ich wäre auch gut. So stand der neuen Bestzeit eigentlich nichts im Weg. Beim Halbmarathon war auch noch alles im Plan, 2 Minuten schneller als letztes Jahr und ein paar Plätze weiter vorne. Nach 25 Kilometern geht es dann in den ersten Berg rein und zwar gleich richtig heftig. Hier merkte ich schnell, dass es einfach nicht so geht wie letztes Jahr. Schon hier musste ich mehr gehen als geplant und quälte mich zur nächsten Zwischenzeit. Schon gut eine Minute hatte ich wieder aufgebraucht. In den flacheren Stücken in denen ich 2009 richtig Dampf machen konnte, schlappte ich vor mich hin, am Berg ging gar nichts. Hatte ich zu wenig gegessen? Letztes Jahr kam ich mit GelChips super durch, diesmal hatte ich ein leichtes Hungergefühl, das immer stärker wurde. Die erste Frau kam dann irgendwann wieder von hinten, auch viele Männer. Bestzeit konnte es nicht mehr werden, aber ich hatte immer noch eine gute Zeit und einen Platz in der Top25 im Visier. Dann kam der totale Einbruch. Ich hatte Mühe mich auf den Beinen zu halten, musste mich mehrmals an den Rand setzen. Bei Kilometer 39 kann man ins Ziel rüber schauen, muss aber noch die Moräne hoch. Ich hatte keine Ahnung wie ich dort hochkommen soll. Irgendwann stand ich dann doch am höchsten Punkt. Stand da in diesem Jahr wieder der Dudelsackbläser? Wenn ja: Ich hab ihn weder gehört noch gesehen! Danach geht es 2 Kilometer bergab ins Ziel. Ich bin größtenteils gegangen, weil ich Angst hatte zu stürzen. Letztes Jahr konnte ich auf dem steilen Schlussabschnitt die 8. schnellste Zeit laufen, diesmal war es Platz 788!  Am Ende war es fast die selbe Zeit wie 2008 als ich nach meinem Kreuzbandanriss nur locker hoch gejoggt bin.

Nachdem ich vorgestern nochmal einen leichten Schwindelanfall hatte bin ich froh, dass ich morgen kurzfristig noch einen Termin im Bundesleistungszentrum Heidelberg bekommen habe für eine gründliche Untersuchung. Danach schauen wir mal was ich am Wochenende mache.

Ansonsten hatten wir zu dritt einen wunderbaren Urlaub in der Schweiz. Viel gewandert (über 100km mit dem Kinderwagen!), Eisenbahn gefahren, mit dem Schiff über den Brienzer See, die Kleine hat schon einiges erlebt!

Bei Kilometer 39 konnte ich mir nicht vorstellen, jemals wieder freiwillig einen Berg hoch zu laufen, aber das hielt nicht lange an. Hier meine 2 schönsten Trainingsläufe in der Schweiz:

Über Niederried auf den Harder

Auf die Schynige Platte

Auf die Schynige Platte

Einfach die Bilder anklicken, dann kommen die genauen Infos mit Kilometer, Höhenmeter…..(am besten auf „Satelit“ stellen und ganz oben rechts auf „metrisch“)

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