Nachdem ich letzten Sonntag mit dem Churfrankentrail meinen bisher längsten Wettkampf absolviert habe, war diesen Sonntag mein kürzester Wettkampf dran. Zum zweiten mal startete ich beim Sturm auf die Burg in Breuberg. Mit gerade 950 Meter und immerhin knapp 140 Höhenmetern kurz und knackig. Wir waren schon Vormittags zum Zuschauen beim Cross-Duathlon hingefahren und ich hatte mal vorsichtshalber meine Sporttasche eingepackt. Ich hab mich halt dann doch nachgemeldet und durfte dann sogar als erster auf die Strecke. Der Lauf wird als Einzelzeitlauf gestartet, das heißt alle 30 Sekunden „sprintet“ jemand den Berg hoch. Das Einlaufen wurde etwas länger und hektischer als geplant, da Simone mit dem Kinderwagen plötzlich spurlos verschwunden war und meinen Zeitmesschip spazieren fuhr. Nach längerer Suche gab ich auf und holte dann einen neuen Chip. Kurz vor 15:30 stand ich dann doch am Start. Beim Warmlaufen hatte ich schon ein ganz schlechtes Gefühl und richtig schwere Beine. Im Wettkampf wurde es nicht viel besser,  ich kam mir unendlich langsam vor. Die steilen Stücke und die Treppen machten mir zu schaffen. Umso erstaunter war ich im Ziel, als die Uhr nach 5:05 min stehen blieb und ich meinen eigenen Streckenrekord von 2008 um 2 Sekunden verbessert hatte. War aber eine echte Plagerei. „Wenn man nach so einem Lauf keinen Blutgeschmack im Mund hat, hat man nicht alles gegeben!“ Ich hatte alles gegeben. Zur Belohnung bekam ich auch noch einen 15 minütigen Hustenanfall. Der Preis für die schnellste Zeit ist wie schon im Jahr 2008 eine Ritterrüstung, diesmal allerdings nicht 1,80m groß sondern nur der kleine Bruder.

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