Jahresrückblick 2010

Die Saison fing sehr früh an diesmal. Für Ende März war ja ein besonders freudiges Ereignis angekündigt,  also beschloss ich, schon im Januar in Rodgau erstmals einen 50er zu laufen. Die Vorbereitung lief gut und auch eine verschneite und vereiste Strecke konnten einen guten Wettkampf nicht verhindern. Mit einer 3:15:15Std konnte ich mich an die Spitze der Deutschen Bestenliste 2010 setzen und diese Position auch bis zur DM in Bottrop im November halten. Danach machte ich dann eine Wettkampfpause und hatte auch einige Wochen mit 0 – 30 Trainingskilometern. Immerhin schaffte ich es ein paar Mal auf den Ergometer. Unsere Ida Yelva lies dann etwas länger auf sich warten, aber am 07.04. siegte dann doch ihre Neugier. Die nächsten Wochen waren auch ohne Training anstrengend genug 😉 Trotzdem (oder deswegen!) gelang mir am 01.05. dann etwas ganz besonderes: Nach 2 Vizetiteln 2006 und 2009 konnte ich bei der DM in Oberursel den Deutschen Meistertitel im Duathlon AK 30 holen, zudem noch mit den Kollegen der TSG den Vizetitel in der Mannschaftswertung. Mit einer starken Laufleistung und einer trotz wenig Radkilometern auch ordentlichen Radleistung konnte ich mich selbst überraschen. Nur ein  paar Tage danach konnte ich dann auch beim Aschaffenburger Citylauf meine bisher beste Zeit laufen und in der Unterfrankenwertung und der Altersklasse aufs Podest steigen. Mit einer neuen 10km Bestzeit klappte es 2010 mal wieder nicht, beim einzigen ernsthaften Versuch beim Frühjahrslauf in Ebersbach verhinderten die Strecke und eine schlechte Tagesform nicht den Sieg, aber eine gute Zeit. Dann begann die Vorbereitung auf einen Ultra-Herbst. Beim Churfranken-Triathlon begnügte ich mich diesmal mit dem Sprint und konnte immerhin auf Platz 4 einlaufen. Beim letzten Testwettkampf in Hetzbach dann trotz 350 Höhenmeter eine 1:16 im Halbmarathon und ein überlegener Sieg. Gute Vorzeichen für den Jungfraumarathon bei dem ich meine Zeit und Platzierung vom letzten Jahr noch etwas unterbieten wollte. Aber es gibt Tage da läuft es nicht. Bei halber Strecke war ich zwar zeitmäßig noch im Plan, aber hatte schon kein gutes Gefühl. Das bestätigte sich dann leider als es den Berg hoch ging. Am Ende war es dann ein Wandertag, teilweise wurde mir schwindelig und ich musste mich setzten, so dass ich diesmal fast eine halbe Stunde länger brauchte und auch mit Platz 62 natürlich weit von meinen Ansprüchen entfernt war. Vorsorglich ging es dann nach Heidelberg zum Gesundheitcheck, wo sich herausstellt, dass ich eigentlich fit war. So konnte ich mich hoch motiviert an den Start zu meinem bisher längsten Lauf machen: Der Churfranken Trailrun mit 73km und 1800 Höhenmetern. Eine super Strecke, tolle Orga. Dieser Lauf hat mir viel Spaß gemacht, auch wenn es am Ende super hart wurde. Aber ein souveräner Gesamtsieg in 6:02:28 Std lies schnell alle Schmerzen vergessen. Ein Start zum Abschluss der Saison bei der DM über 50km in Bottrop war geplant, aber ich machte es auch davon abhängig wie schnell ich mich von Churfrankentrail erholen würde. Doch das ging schneller als befürchtet, dass ich also am 07. November an der Startlinie stehen konnte. Meine Ziele waren ein Podestplatz bei der DM, die Verbesserung meiner Bestzeit und der Sieg im DUV 50km Deutschlandcup. Dazu musste ich vor allem den Vorjahresmeister Thomas Dehaut schlagen. Am Ende war meine Zeit nicht ganz so gut wie erhofft, trotzdem konnte ich meine 3 Ziele alle erreichen: Neue PB in 3:13:02, Deutscher Vizemeister und Sieg im DUV 50km Deutschlandcup in 6:28:17. Außerdem durfte ich mich über Platz 2 in der Deutschen Bestenliste 2010 freuen, und mich in der Ewigen deutschen Bestenliste immerhin schon im zweiten 50km Lauf bis auf Platz 39 vorschieben.

Mit einem Deutschen Meistertitel, 2 Deutschen Vizemeistertiteln, dem Deutschland Cup und dem Sieg beim Churfrankentrail sportlich ein sehr erfolgreiches Jahr.

Alles noch getopt von der Geburt unserer Tochter.

Krabbeln kann sie, stehen kann sie. Nicht mehr lange dann kann sie laufen. Zieht euch schon mal warm an! 🙂

Advertisements