Die letzte Woche war zumindest aus sportlicher Sicht ziemlich ruhig. Ich hatte schwere Beine und wollte doch in Oberursel ausgeruht an den Start gehen. Außerdem stand meine Hüfte wieder etwas schief, was sich auch in Schmerzen im rechten Fußgelenk äußerte. Zum Glück bekam ich kurzfristig nach einen Termin bei Karl von Krassvit der mich wieder super „geraderückte“ . So konnte ich mich doch halbwegs zuversichtlich am Dienstag vormittag auf den Weg machen. Als ich mich vor ein paar Wochen angemeldet hatte, war das hauptsächlich für die Mannschaft. An eine gute Einzelplatzierung war da noch nicht zu denken. Aber zu letzt lief es richtig gut und so habe ich doch noch eine Medaille als Ziel festgelegt. Die Strecke in Oberursel ist mir ja mittlerweile gut bekannt und so wusste ich was auf mich zukommen würde. Direkt schon auf der ersten von vier Laufrunden ging richtig die Post ab. Mark Ostendarp, der mir schon aus den letzten Jahren als starker Läufer in Erinnerung geblieben war übernahm die Führung. Den Versuch möglichst lange dran zu bleiben gab ich schon in der ersten Runde auf. So lief ich mein eigenes Tempo und bald kam Rainer Schniertshauer, mit dem ich dann den Rest der 10 km zusammen lief, bevor ich zum Ende etwas abreisen lassen musste. So kam ich als 3. in die Wechselzone, wo es anfangs auch reibungslos lief. Leider verkantete ich beim Aufsteigen aufs Rad den Schuh, der klickte aus und flog davon. Also runter vom Rad, zurück den Schuh holen, anziehen und wieder aufs Rad. Es ging auch nicht besser weiter. Der Schwamm in meiner  Aeroflasche, der eigentlich verhindern sollte, dass das Getränk herausspritzt, rutschte in die Flasche und verweigerte so seine Aufgabe. Schon 100m nach der Wechselzone spritze mir so mein leckeres Getränk quer über den Rahmen, über meine Brille und in die Augen. Kurzzeitig war ich blind. Ansonsten lief es auf dem Rad nicht schlecht. Bei jedem Loch und in den Kopfsteinpassagen bekam ich jedesmal einen Schutt Ultra Buffer ab, bis der Ende der 2. Runde all war, ohne dass ich jetzt besonders viel getrunken hatte. Von Platz 3 war ich mittlerweile auf den 4. zurückgefallen, aber bisher war alles sehr kontrolliert. Berghoch ging es sehr gut und auch bergab lag das neue Specialized Venge wie ein Brett. 71,4km/h tief unten im Auflieger, ohne den kleinsten Wackler. Langsam verlor ich dann den Überblick, da die Strecke immer voller mit Überrundeten war. Runde 4 ging es nochmal richtig gut, trotz der wenigen Radkilometer. (Ich hab mal nachgeschaut: Mai 2011 – Mai 2012: 1300km! Und da ist mit dem Trekkingrad zum Einkaufen mitgezählt! Richtige Rennradkilometer waren es knapp 1000km in 12 Monaten) Damit dann die 11. Radzeit, das kann sich sehen lassen. Auch der zweite Wechsel klappte nicht optimal. Am letzten Sonntag nach 10mal ohne Probleme geübt, kam ich diesmal nicht in den rechten Schuh hinein. Dafür machte das Laufen noch mal Spaß, die letzten 5km in 17:30 min. Nach vorne und nach hinten waren die  Lücken riesig, aber es lief sich sehr locker. So blieb es bis zum Ziel bei Platz 4 in der Gesamtwertung, was Platz 3 und die Bronzemedaille in der AKM35 bedeutete. So langte es auch bei meiner 5. Duathlon DM zur 5. Einzelmedaille. Nach 2x Gold und 2x Silber diesmal Bronze. Wie stark die Konkurrenz diesmal war zeigt, dass wir letztes Jahr mit einer 6:47:30Std mit der Mannschaft Bronze holten, diesmal eine 6:14:01Std aber nur für Platz 4 reichte. Im Nachhinein denke ich so locker wie der 2. Lauf war und wie gut es meinen Beinen heute geht, hätte ich auf dem Rad vielleicht doch etwas mehr riskieren sollen und noch mehr attackieren können. Aber eine bessere Platzierung wäre wohl auch nicht heraus gekommen. Wichtig ist, dass die Laufform wohl passt. Insgesamt fast 50 sek. schneller gelaufen als letztes Jahr, vielleicht geht am 02.06. ja doch noch was.

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