Nach längerer Zeit stand für mich mal wieder ein Besuch an der Nordsee an. Durch den Hausumbau und die damit verbundene Arbeit waren Simone und Ida in den letzten 16 Monaten immer alleine oben gewesen, diesmal konnte ich mal wieder mit. Wir haben es mit dem Wetter ganz gut getroffen und konnten jeden der 4 Tage raus an den Strand.

Aber trainiert wurde auch, meist mit Ida im Chariot und Simone mit dem Fahrrad. Am Samstag, beim Langen war ich aber dann alleine unterwegs. Da ich schon um 5:40 Uhr startete freute ich mich auf den Sonnenaufgang und erwartete mal abgesehen von jeder Menge Schafe ehere einen einsamen Lauf. Aber kurz nach dem ich gestartet war, kam mir am Deich schon der erste Radfahrer entgegen. Bis ich um Punkt 9 Uhr zum Frühstück zurück war, erhöhte sich die Zahl aber nur noch unwesentlich: 3 Radfahrer, 4 Jogger, ein paar Hasen und Rehe, jede Menge Schafe und Kühe und auf dem kurzen Stück durch Wilhelmshaven auch ein paar Spaziergänger. Mit dem Sonnenaufgang wurde es aber leider nichts, erst kurz vor Ende schaute die Sonne mal zwischen den Wolken durch. Schön war es trotzdem. Von Dangast ging es um den halben Jadebusen immer am Deich entlang bis zum Wilhelmshavener Südstrand. Von dort noch ein kleiner Abstecher in die Stadt, über die historische Kaiser-Wilhelm-Brücke. Auf dem Rückweg hatte ich dann erst mal 3 Kilometer heftigen Gegenwind, der aber an meinem immer schneller werdenden Tempo auch nichts änderte. Da ich an der Wende erst 16,5 Kilometer hatte, beschloss ich noch eine Runde um den Bantner See zu drehen. Dort wo man auf dem Rundweg den See sieht ist es auch ganz schön, aber leider ist der Blick auf mindestens der Hälfte des Wegs versperrt und auch durch ein weniger schönes Industriegebiet muss man laufen. Zurück am Deich noch ein Kilometer Wind, dann wurde es tatsächlich wieder windstill. Das Tempo war jetzt beständig unter 4:20 min/km und ich fühlte mich locker. In Dangast angekommen waren gerade mal 2:40 Std und 37 km um. Also ging es weiter Richtung Varel. Nach 3:02 Std war der Marathon geschafft und ich drehte ein letztes Mal um Richtung Dangast. Nach 3:22 Std und 46, 5 Kilometern war dann mein bisher längster und trotzdem lockerster Langer Lauf beendet und so kommt es, dass Kilometer 1 der mit Abstand langsamste von allen war.

Jetzt wird es allerhöchste Zeit die Wettkämpfe für den Herbst zu planen. Ich hab zwar schon länger einiges im Kopf, konnte mich aber wegen der schwankenden Form bisher für nichts wirklich begeistern. Aber ich denke im Moment läuft es schon wirklich gut, nicht unbedingt bei den schnellen Einheiten, aber dafür umso besser bei den Langen.

Advertisements