So wirklich geplant war es eigentlich nicht, dass wir Hühner bekommen. Aber schon als Kind fand ich es schade, dass bei meiner Oma der Hühnerstall leer war. Auch Simone outete sich dann als heimlicher Hühnerfan. Als Hans dann irgendwann meinte: „Wenn die nächsten Hühner schlüpfen, bekommt ihr auch welche!“ wehrten wir uns also nicht dagegen, sondern ich fing an, mir die Nächte in Hühnerforen um die Ohren zu schlagen, kaufte Bücher und fing an mit dem Hühnerstall bauen. Ich denke er ist ganz gut geworden, den Hühner scheint es auf jeden Fall ganz gut zu gefallen. Bis jetzt sind es 2 Chabo Hennen und ein Hahn. Demnächst sollen vielleicht noch ein paar Seidenhühner dazukommen. Jeder durfte sich einen Namen aussuchen: Jockel, Ylva und Lillifee, so heißen sie jetzt.

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Was hab ich mir die letzten Wochen schwer getan. Immer wieder hatte ich mir vorgenommen wieder ins regelmäßige Training einzusteigen, aber es ging nicht. Lust hätte ich schon gehabt, aber nach jedem Training waren die Beine schwer wie nach einem Wettkampf. Ich brauchte immer mehrere Tage bis ich mich erholt hatte.

Immerhin hab ich dann doch noch einen Wettkampf gemacht. Beim 4. Schaafheimer Wartturmlauf war ich dabei. Nachdem ich die Premiere gewonnen hatte, wollte ich meine Zeit diesmal verbessern, wenn möglich den aktuellen Streckenrekord verbessern, wofür es einen Jackpot gab. Der Sieg war schon vorher so gut wie vergeben, mit Solomon Merne Eshete war ein Läufer am Start, der nicht nur eine Klasse besser ist als ich. Er schraubte dann auch den neuen Streckenrekord auf dieser Anspruchsvollen und sehr hügeligen Strecke auf  32:48 min. Obwohl wir schon nach 100m das erste Mal aufgrund fehlender Pfeile falsch liefen kam ich am Ende trotz fehlender Form recht nahe an den alten Streckenrekord heran. Leider gab es wie schon bei der Premiere viel Chaos. Neben fehlender Aussschilderung sind auch wieder alle Zeiten falsch, bei der Siegerehrung gingen plötzlich die Preise aus („Ich hoffe mal es sind nicht mehr alle da….“) Als Sieger des des 10km Laufs wurde ein AK60er geehrt, der die 4,5km Schleife um den Wartturm weg gelassen hatte. Nicht in betrügerischer Absicht, er konnte einfach nicht mehr. Aber dem Veranstalter sollte schon auffallen, dass es recht wenige 60 jährige gibt die den Wartturmlauf in 31min laufen…..  Aber die Strecke ist wirklich wunderschön, und der Preis für den 2. Platz, den ich dann doch bekam, ist eine Tagestour mit dem Kanu auf der Lahn. Das kann sich wirklich sehen lassen, da freuen wir uns auch schon sehr drauf.

Ansonsten verlief wie die Vorbereitung auf die Staffel in Roth wie schon erwähnt sehr zäh. Der 100er in Husum hat mich doch ganz schön in ein Loch gerissen. Aber die letzten 5 Tage habe ich das Gefühl, es geht endlich wieder bergauf. Eine Topzeit wird es bei der Challenge nicht werden, aber wenn man in einer Staffel startet bei der der Schwimmer die 3,8km unter 50min schwimmen kann, und der Radfahrer einen 40er Schnitt für die 180km anpeilt, muss ich natürlich alles geben. 2:49min sind mein Mindestziel, aber eigentlich möchte ich so nahe wie möglich an die 2:40 ran kommen. Ein paar Tage habe ich ja noch Zeit bis zum 20.07.

Gestern haben wir uns in Frankfurt zumindest mit zuschauen schon mal ein bisschen auf Triathlon eingestimmt. Das war wieder super, viele Bekannte am Streckenrand und auf der Strecke getroffen. Viele die ich kenne haben wieder beeindruckende Leistungen geboten! Glückwunsch euch allen!

Letzten Mittwoch stand wie in jedem Jahr wieder die Marathonstaffel in Seligenstadt auf dem Plan. Die TSG hatte wieder die meisten Mannschaften am Start und nach dem 2. Platz letztes Jahr wollten wir mal wieder gewinnen. Nachdem ich jahrelang als Startläufer angetreten war, musste ich diesmal als Schlussläufer versuchen den Sieg nachhause zu laufen. Noch fast 30° hatte es am Start und der Rückstand war schon beträchtlich. Ich ging sehr schnell an und wurde dann aber auch sehr schnell langsamer…. 😉 Die Beine sind immer noch schwer von Husum. Ich konnte noch bis auf Platz 2 vorlaufen, aber die schnellen Läufer von der SSC Hanau Rodenbach hatten am Ende dann doch 3 Minuten Vorsprung. Für uns blieb die Zeit nach 2:35 Minuten stehen. Ich brauchte für die 7033m 23:56min, war also sogar etwas schneller als letztes Jahr.

Ansonsten waren die letzten Tage größtenteils lauffrei, aber so langsam muss es jetzt wieder losgehen mit regelmäßigem Training und dann wird der Herbst geplant.

 

 

 

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Vor ein paar Wochen bekam ich eine Einladung von Garmin an einer Händlerschulung und am Garmin Velothon Radrennen in Berlin teilzunehmen. Der Zeitpunkt eine Woche nach der 100km DM war natürlich für ein Radrennen nicht ideal, aber beschloss mich nur für die 60 km Runde anzumelden und es gegebenfalls locker angehen zu lassen. Da die Einladung auch noch für eine Begleitperson galt,  machten wir einen Familienausflug daraus. Freitag mittag ging es los. Samstag Schulung, Sonntag Rennen und eine mehr als 7stündige Heimfahrt. Für Sightseeing blieb da nicht viel Zeit. Zum Glück stand am Samstag nachmittag eine Testfahrt mit Rädern vom Garmin-Sharp Rennteam und dem nagelneuen Edge 1000 auf dem Programm. Nach dem theoretischen Teil ging es also aufs Flugfeld in Tempelhof wo wir eine Runde auf der Startbahn drehten. Danach ging es noch zur gemeinsamen Pastaparty mit den Siegern des Garmin Bundesradcontests. Nachdem wir am Samstag noch mit schönen Wetter verwöhnt wurden, schüttete es am Sonntag morgen aus allen Schleusen. 5:30 Uhr Frühstück, 6:30Uhr gemeinsame Abfahrt des Garmin VIP Teams zum Start. So war es geplant, aber wir verschoben die Abfahrt so weit nach hinten wie möglich um nicht zu lange im Regen zu stehen. Kurz nach Sieben ging es dann doch los, nach 2 Minuten waren wir alle nass und durchgefroren. Auch der erste Sturz ließ nicht lange auf sich warten. Eine rutschte über die Straßenbahngleise, der nächste fuhr direkt über ihn drüber. Zum Glück ist nicht viel passiert, aber ich beschloss, beim Rennen schön locker zu machen.  Seit Jahren bin ich kein Rennen mehr gefahren, auch in einer Gruppe war ich lange nicht mehr unterwegs. Und dann bei dem Wetter vorne im ersten Block mit allen Verrückten: Nein, danke! Ich stellte mich in den Garmin Block E.

Aber auch hier bildete sich schnell ein schöne Gruppe, meist waren wir zu Viert. Die Strecke war für mich eigentlich zu flach, aber bei dem Wetter war mir das recht. Die Abfahrten waren teilweise sehr rutschig, Wasser stand mehrere Zentimeter hoch auf der Straße und Kopsteinpflaster Passagen gab es auch. Aber anscheinend sind doch die meisten vorsichtig gefahren, ich sah keinen einzigen Sturz, dafür aber Platten ohne Ende. Wir kamen gut durch, wenn ich irgendwann meine Füße nicht mehr spürte und mich nicht traute den Lenker los zulassen um meine Trinkflasche zu nehmen. Die Straße des 17.Juni auf das Brandenburger Tor zu zufahren war schon eine schöne Sache.

In der Ergebnissliste stehe ich mit etwas über 2 Stunden auf Platz 1969 was aber daran liegt, dass meine Zeit beim Start des A Blocks startete, wir aber erst knapp 20 Minuten losfuhren. Mein Garmin zeigt 1:43 Std an, damit läge ich etwa auf Platz 150 von 3500 Finishern. Und das obwohl ich sehr vorsichtig gefahren bin und es sich die ganze Zeit wirklich entspannt angefühlt hat.

Anschließend hab ich mir gleich mal alles angezogen was ich noch im Zielbeutel hatte und bin noch kurz ins Garmin VIP Zelt eine Kleinigkeit essen und trinken, danach mit er U-Bahn zurück ins Hotel, packen und Abfahrt nach Hause.

Danke noch mal an Garmin für ein interessantes Wochenende. Nur das Wetter hätte besser sein können! 😉

Morgen dann schon der nächste Wettkampf. Bin mal gespannt was ich auf den 7 Kilometern der Marathonstaffel auf die Reihe bekomme.

 

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Es war mein Frühjahrshöhepunkt. Harte Trainingswochen lagen hinter mir und jetzt war es endlich so weit. Bereits am Donnerstag spät abends waren wir in Husum angekommen. Den Freitag nutzen wir dann zum Einkaufen, Startunterlagen holen und einmal die Strecke ablaufen. Fast den ganzen Tag immer nur Regen und Sturm!

Am Samstag früh um 7:00 Uhr war Startschuss. Für mich hieß es da 4:00 Uhr Frühstück. Simone baute dann den Verpflegungstisch auf und ich verschwand noch 3 mal auf dem Dixi…die Aufregung war jetzt doch da. Aber die Beine sind schon locker.

Ziemlich schnell nach dem Start sind wir eine 5er Gruppe. Mit Jörg Hooß und Michael Sommer zwei sehr erfahrene Läufer mit vielen Hundertern in den Beinen und Jan-Hendrik Hans und Adam Zahoran zwei jüngere Läufer, aber auch schon mit ordentlich Ultra-Erfahrung. Auf der ersten der 20 Runden war das Tempo noch etwas unter dem geplanten Schnitt, aber dann wurde es etwas schneller und wir lagen gut im Plan. Vom Start bzw. der Verpflegungszone ging es erstmal am Deich entlang, danach einmal über den Deich drüber, etwa 8Höhenmeter, direkt danach wieder runter bis zum Wendepunkt. Hier gab es nochmals was zu Trinken, danach wieder die selbe Strecke zurück. Vom angekündigten Regen war noch nichts zu sehen, aber der Wind war besonders auf dem Rückweg deutlich spürbar. Nach 3 Runden ließ Jörg dann abreisen und ab da waren wir eine 4er Gruppe. Und die funktioniert sehr gut. Wir wechselten uns schön ab, jeder lief mal im Wind. Auch die Verpflegung klappte gut, Simone hatte immer die passenden Flaschen und Gels bereit stehen. Aber so langsam war meine Blase prall gefüllt und ich musste einen Stopp einlegen. Ich versuchte danach mit einem halbwegs gleichmäßigen Tempo die Gruppe wieder einzuholen, was auch halbwegs klappte. Nach 25 Kilometern hatten wir 1:46:53 Std und lagen damit exakt im Plan für eine Zeit um 7:10 Std.

Stück für Stück wurde der Wind dann stärker auch die Kilometerzeiten schwankten immer mal wieder nach oben und unten, aber im Schnitt passte es immer noch gut. Den Marathon hatten wir knapp unter 3 Stunden und die Halbzeit in 3:33:50 Std, wir waren also sogar etwas schneller geworden. Bei mir fühlten sich die Beine noch recht locker an, bisher war es kaum härter als ein Trainingslauf. Aber ich wusste ja, dass es frühestens bei 70km richtig los geht.

Und tatsächlich, auf der 14. Runde zog Adam das Tempo etwas an. Er hatte auf mich schon die ganze Zeit den lockersten Eindruck gemacht und war recht viel vorne gelaufen. Ich hängte mich rein, Jan war kurz dahinter und Michael lies jetzt abreißen. Nach exakt 5 Stunden waren 70km gelaufen. Der Wind wurde immer heftiger und heftiger.  Bald waren wir wieder ein Trio und Michael jetzt etwa eine Minute hinter uns. Jetzt ist ganz klar zu spüren, dass Adam hier der Stärkste ist. Meist läuft er vorne und das Tempo liegt teilweise bei 4:04min/km. Irgendwann ist das zu schnell für mich und ich muss ihn ziehen lassen. Nach 85 Kilometern habe ich etwa 30sec Rückstand, Jan ist 1 Minute hinter mir und Michael 2,5 Minuten. Die Qualizeit von 7:15 Std ist noch machbar, aber die Beine werden jetzt doch sehr schnell schwer. Alleine im Wind ist es jetzt doppelt hart und bei km 90 bin schon 3 Minuten zurück, meine Oberschenkel sind kurz vor der Explosion und Michael ist schon wieder kurz hinter mir. Jan Hendrik ist mittlerweile raus und ich bin kurz davor. Von Simone und Ida angefeuert und „ordentlich in den A….. getreten“ biege ich dann doch in die nächste Runde ein. Immer noch verdammte 10km! Ich bin total am Ende. Michael überholt mich dann auch recht schnell. Aber ich liege ja immer noch auf Bronze-Kurs. Trotzdem komme ich um Gehpausen nicht herum. Ich versuche mich immer hinten rein zuhängen wenn mich jemand überholt, aber lange geht es nicht. Die Kilometerzeiten liegen bei 6:15 – 7:15min/km. Im Zielbereich noch eine Fanta, dann muss ich noch mal los. Die letzten 5 Kilometer. Immerhin sind sie wieder ein bisschen schneller als die Runde davor. Irgendwie muss ich in den 3. Platz halten. War das ein hartes Rennen. Nach 7:31 Std ist es endlich vorbei.

Hätte mich bei km 90 jemand gefragt wann ich den nächsten 100er Lauf hätte ich unterschrieben, dass ich das sicher nie mehr mache. Aber es kennt ja jeder, die Schmerzen vergehen….. Aber rückwärts die Treppe hoch, ohne Hilfe kaum ins Auto oder raus, das hatte ich vorher noch bei keinem Lauf.

Nachdem wir die Info bekamen, dass erst um 21:00 Uhr die Siegerehrung anfängt, fuhren wir zurück in die Wohnung. Wir waren alle drei recht platt und machten einen schönen Mittagsschlaf. Blöd war, dass als wir gegen 20:45 Uhr wieder vor Ort waren, bereits alles dunkel und fertig war. Ich bekam dann zwar noch auf dem dunklen Parkplatz meine Urkunde in die Hand gedrückt, aber geärgert habe ich mich da natürlich schon. Das sich Siegerehrungen stundenlang verschieben und in die Länge ziehen habe ich schon oft erlebt, aber dass man einfach früher anfängt war auch mal was Neues. Mittlerweile ist das aber mit DUV und DLV geklärt und demnächst sollten dann auch meine Medaillen eintreffen.

Jetzt ist natürlich die Frage, wie ist die weitere Saisonplanung. Ich könnte noch einen Versuch unternehmen um die Quali für die WM im November doch noch zu schaffen. Aber wahrscheinlich werde ich im Herbst statt dessen versuchen meine Marathonbestzeit noch mal anzugreifen.

Die nächsten Wettkämpfe sind aber schon fest: Erst der Garmin Velothon in Berlin und danach die Marathonstaffel in Seligenstadt.

Eigentlich wollte ich hier regelmäßig von meiner Vorbereitung zur DM im 100km Lauf berichten. Aber oftmals war ich einfach abends so müde, dass ich lieber schnell in mein Bett gegangen bin. Teilweise war es schon ganz schön heftig was da so alles im Trainingsplan stand, in der Firma ist auch nicht gerade viel los und daheim stand dann auch noch ein neues Projekt auf dem Plan: Hühnerstall bauen. Denn in den nächsten Wochen werden wir unsere ersten Hühner bekommen.

Aber jetzt erst mal ein bisschen was von der Vorbereitung. Insgesamt lief es doch sehr gut. Bis ich mich in den neuen Plan von Wolfgang eingefunden hatte dauerte es einen Moment. Auch wenn ich davor schon wieder ganz gut trainiert hatte, richtig hartes, regelmäßiges Tempotraining hatte ich die letzten 2 Jahre doch nicht gemacht. Aber es lief von Woche zu Woche besser und die langen Läufe wurden länger und länger…… Perfekt lief der 60er in 4:04 Std. Die Woche danach hatte ich dann leider immer wieder Probleme mit Halsschmerzen. Der 70er war durchaus noch ok, wenn auch die letzten km nicht mehr ganz so flüssig liefen, aber danach war eine Woche locker laufen angesagt. Den geplanten 75er brach ich dann nach 43km ab. Ich glaube wenn ich den weiter durchgezogen hätte, hätte ich mich völlig abgeschossen. So siegte die Vernunft und 2 Tage später waren die Halsschmerzen endgültig vorbei. Am Sonntag der abschließende 40er lief dann wieder ganz locker. Das Tempo wieder gesteigert, die ersten 20km in 4:18min/km, dann 10 km in 3:58min/km, den Rest dann in 3:45min/km. Auch die Tempoeinheiten in den letzten Wochen verliefen alle planmäßig.

So denke ich dass die Voraussetzungen von Training her passen. Am Wettkampftag selbst wird man dann sehen was passiert, Tagesform, Wetter, Taktik,…. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich mein Ziel erreichen werde.

Am Samstag ab 7.00Uhr heißt es dann: Daumen drücken!

Die Tage in Bad Wörrishofen gingen schnell rum, ganz früh morgens saß ich auf dem Fahrrad und nach dem Mittagessen waren wir dann alles zusammen unterwegs – wandern – spazieren – Park erkunden…. Zwei lange Radeinheiten mit jeweils fast 140km waren dabei. Dazu 2 Laufversuche, bei denen das Knie immer weniger Probleme machte.

Auch zuhause setzte ich erst mal noch ein paar Tage auf das Fahrrad, bis das mich plötzlich nicht mehr mochte und in Aschaffenburg mitten im Kreisel einfach abwarf. Den Überschlag überstanden ich und das Fahrrad recht gut, nur der Edge der auf die Straße flog wurde im selben Moment von einem Auto überfahren. Für mich das Zeichen, doch wieder mehr zu laufen, das kann ich wenigstens.

Langsam hab ich die Kilometer wieder gesteigert, bis ich Wolfgang dann endlich bescheid geben konnte: Am 03.03 kann ich in den neuen Plan einsteigen! Die erste Woche hab ich gut überstanden, die ganz schnellen Tempoeinheiten hab ich noch nicht ganz geschafft, aber die langen Läufe, die auch um einiges schneller gelaufen werden als bei Greif, gingen problemlos. Allerdings waren sie mit 20 und 30 km auch noch nicht besonders lange. Am Wochenende sieht das mit 30 und 40km schon wieder anders aus.

Insgesamt habe ich trotz Laufpause dank der vielen Radkilometer wenig verloren. Jetzt sind es noch knapp 8 Wochen bis zur DM dem großen Ziel für das Frühjahr. Bis dahin sind noch einige Kilometer zu laufen, aber da das Knie seit jetzt 2 Wochen keine Meldung mehr abgegeben hat sollten die zu schaffen sein. Am Donnerstag geht es vorsorglich zwar noch mal in die Röhre, aber die Orthopädin ist sich sehr sicher, dass auch dort nichts gefunden werden wird.

Letzte Woche war die Firma Stenger mal wieder für eine Woche zu und Simone und Ida sind schon seit 2 Wochen in Bad Wörishofen in Kur. Ich hatte also eine Woche sturmfrei und mir einiges vor genommen. Ordentlich Kilometer sammeln, mit dem Frankfurter Grüngürtelwanderweg hatte ich mir eine schöne Strecke für einen langen Lauf ausgesucht. Dazu noch ein bisschen Fahrrad und einiges am Haus erledigen. Aber da hatte mein Knie einiges dagegen. Sobald ich die Laufsachen angezogen und ein paar hundert Meter gelaufen bin hatte ich ein heftiges Stechen. So wurden es 0 Laufkilometer, dafür wurde unser neuer Schuhschrank fertig.

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Am Freitag machte ich mich dann auf den Weg nach Steinbach am Donnersberg in der Pfalz. Mein neuer Trainer Wolfgang Olbrich hatte zum Trainingslager eingeladen. Auch wenn ich nicht laufen konnte war es trotzdem gut, dass ich hingefahren bin. Während die anderen liefen, fuhr ich halt Fahrrad. Außerdem stand eine sportärztliche Untersuchung an und einige kurze Vorträge. Wolfgang ist DLV A-Trainer und im Bereich Ultramarathon ein großer Experte. Da ich ja dieses Jahr meinen Schwerpunkt auf die 100km DM legen werde, freue ich mich schon sehr auf die Zusammenarbeit.

Diese Woche stand dann der Fokus weiter auf Fahrrad fahren. Morgens zur Arbeit, Mittags eine Runde und Abends wieder heim, jeden Tag kamen so über 80 km zusammen.

Mittwoch war ich dann mal wieder in Heidelberg im Olympiastützpunkt. Blutuntersuchungen, Urinuntersuchung, Lungentest, Herzultraschall usw. Auch hier wurde im Knie nichts gefunden, Bänder und Meniskus scheinen ok zu sein. Auch sonst alle Werte bestens. Beim abschließenden Leistungstest musste ich dieses Jahr statt auf dem Laufband auf dem Fahrrad Platz nehmen. Auch hier absolute Bestwerte. Es scheint also, dass ich im Moment mit den vielen Radkilometern das fehlende Laufen noch ganz gut ausgleichen kann.

Seit heute bin ich jetzt auch in Bad Wörishofen. Die letzten 5 Tage der Kur bin ich auf Besuch und Mittwoch fahren wir dann alle gemeinsam wieder heim. Mein Fahrrad hab ich dabei, ein paar tolle Strecken auf den Garmin Edge geladen. Morgen früh steht die erste Fahrt an. Heute abend war ich nach 10 Tagen mal wieder laufen. Die Schmerzen die beim letzten Mal schon nach 200m einsetzten blieben aus. 5 Kilometer konnte ich laufen, irgendetwas passt da drinnen noch nicht richtig, aber echte Schmerzen sind es nicht mehr. Ich werde mal vorsichtig steigern, lieber noch ein paar Radkilometer mehr.