Die letzten beiden Wochen des Jahres habe ich genutzt um ordentlich Kilometer zu machen. Da ich mich entschlossen habe in Rodgau beim 50er Ultra zu starten, wollte ich noch ein bisschen Grundlage draufpacken. So hab ich vor dem Goldbacher X-Mas Run (Strecke vom Cross Halbmarathon) schon eine Runde gedreht, dass ich auf 39 Kilometer kam.
Die Weihnachtsfeiertage waren dann etwas ruhiger, aber am Montag packte ich dann nochmal 40 Kilometer drauf. Die Langen gehen locker weg, am Montag langte es am Ende sogar zu einer Art Endbeschleunigung. Da ich nach 36 Kilometern daheim war, hängte ich die Runde vom Winzerfestlauf rückwärts. Auf dieser bergigen Strecke zog ich dann ordentlich an.
Heute war ich dann in Mömlingen unterwegs, erst die 4×3000m nachholen, die gestern wegen der Dunkelheit einem lockeren Lauf zum Opfer gefallen waren, dann noch den Silvesterlauf mitgenommen, der mal wieder sehr schön war. Auch das Chili hinterher war wirklich lecker.
Jetzt gehts in die Küche. Die gefrorene Erdbeertorte ist schon fertig,muss nur noch ein bisschen durchfrieren aber für das Focaccia und den gedämpften Lachs mit Champignonsahne wird es langsam Zeit!
Euch Allen einen Guten Rutsch, lasst es euch gut gehen!
Mein Jahresrückblick und die Pläne für nächstes Jahr kommen dann in den nächsten Tagen.
Samstag morgen, 9:05 Uhr beim Stenger. „Tobi ist heute aber spät dran“ „Der wird mit dem Rad kommen!“ Ha,ha,ha. Riesen Gelächter. „Genau, mit dem Rad durch den Schnee!“ Ha,ha,ha!
5 Minuten später: Tobi biegt mit dem Fahrrad in den Hof ein.
Ich muss zugeben, ich hatte schon bessere Ideen als bei -17°C mit dem Fahrrad quer durch den Wald zur Arbeit zu fahren. Unterwegs hab ich mir paar mal überlegt, ob ich wieder umdrehen soll. Die Belohnung für die abgefrorenen Zehen und Finger war dann der Heimweg. Diesmal zu Fuß, aber wieder quer durch den Schnee. Meine „Abkürzung“ war dann zwar leider 3 Kilometer länger als der Hinweg, aber so kam ich wenigstens fast auf die 35 km.
Insgesamt war es mal wieder eine schöne Trainingswoche, ein 16 km TDL bei dem ich mich dauernd bremsen musste, 3×4000m die ich locker in der Vorgabe schaffte und ein langer Lauf, der mit einem Schnitt trotz Schnee knapp unter 4:30min/km eigentlich auch ein bisschen zu schnell war. Heute war es dafür mit einem lockeren Lauf im 5:44er Schnitt durch die Weinberge und Plätzchen backen richtig gemütlich.
Und morgen gehts wieder zur Arbeit, aber mit dem Auto!
Als Símone morgens meinte: „Alles weiß draußen“, dachte ich noch an einen Scherz. Aber es hatte wirklich geschneit. Also schnell runter in den Keller die Spikes suchen. Ganz so schlimm war es dann doch nicht, im Gegenteil. Wer auf gefrorenen Boden gehofft hatte, wurde enttäuscht. Es war der matschigste und rutschigste Lauf bisher. Zusammen mit Johannes Moldan machte ich vorne die Pace, aber auf Grund des Bodens mussten wir vor allem bergab und in den Trailpassagen etwas langsam machen. Trotzdem stand zur Halbzeit eine 17:41min, eine 34er Zeit war also noch möglich. Bernhard hatte sich die ganze Zeit nicht abhängen lassen und immer nur ein paar Meter hinter uns. Kurz nach Kilometer 6 attackierte er zu unserer Überraschung und ging an uns vorbei. Den „Bergabkilometer“ flogen wir dann fast hinunter (2:53min) und hängten ihn so wieder ab. Meine Fluchtversuche hatten aber leider keinen Erfolg. So konnte Johannes am letzten Berg das Tempo verschärfen und auch mich abhängen. Am Ende musste ich mich dann sogar nochmal gegen Bernhard wehren, der schon wieder den Anschluss gefunden hatte. So lief Johannes in 34:43min knapp unter meinem Serienrekord ein, ich selbst konnte mich in 34:58min eine Sekunde vor Bernhard ins Ziel retten, der erstmals unter 35min blieb.
Jetzt ist erstmal eine Pause bis zum zweiten Januar Wochenende. Zeit um im Training endlich wieder den Plan etwas ernster zu nehmen und ein paar Kilometer drauf zu legen.
Den vielleicht entscheidenden Fehler habe ich schon am Tag vor dem Rennen gemacht. Ich habe mich für Click-Pedale und damit für zweimal Schuhe wechseln entschieden.
Das Laufen verlief nach Plan. Ich war von Anfang an in der ersten Gruppe und konnte gut mithalten. Der Plan in der zweiten Runde ein bisschen Gas zu geben und evtl. mit etwas Vorsprung in die Wechselzone zu kommen scheiterte allerdings am recht hohen Tempo von Christoph Bergmann (Tri Flow) und Rudolf von Grot (Skills). So rannten wir zeitgleich zu unseren Rädern. Hier verlor ich dann zum ersten Mal Zeit und die Gruppe. Während ich die Schuhe tauschte, wurde ich vom 4. Michael Port ein- und überholt. Nach knapp einem Kilometer auf dem Rad hatte ich ihn wieder eingeholt und zusammen machten wir uns auf die Jagd der beiden Führenden. Wie die Strecke aussah, kann man sich aufgrund des Fotos ja ungefähr vorstellen. Teilweise fuhr ich fast blind durch den Ginnheimer Wald. Die Brille total verdreckt, nichts sauberes am Körper um die Gläser halbwegs sauber zu halten. Und ohne Brille flog der Dreck direkt in die Augen, so dass ich meist mindestens ein Auge zugepetzt hatte. Noch heute sind meine Augen rot, die ganze Nacht rieb und drückte es unter den Augenlidern. Wir konnte dann aber bald aufschließen und versuchten gemeinsam zu verhindern, dass Haimo Kiefer, der besten Radfahrer im Feld und Favorit auf den Sieg, zu schnell herankommen könnte. Aber es half nichts, als er heran- und vorbeischoss konnte bis auf von Grot niemand mitgehen. Und auch er wurde in der 2. Runde von uns wieder eingeholt. Haimo fuhr einsam vorne weg und wir kamen nach 22 Kilometern wieder gemeinsam in die Wechselzone. Dort wurde ich beim Schuhwechsel wieder nach hinten durchgereicht, da alle anderen in Laufschuhen gefahren waren. Ich hatte mir durch die Radschuhe beim schmierigen und matschigen Kurs einen Vorteil erhofft, den ich so aber nicht umsetzten konnte. Aus der Wechselzone heraus versuchte ich so schnell wie möglich loszulaufen um noch eine Chance aufs Podest zu haben. Trotz des hohen Tempos auf dem ersten Kilometer wurde der Abstand aber nicht geringer, so dass ich es dann etwas lockerer angehen ließ und nur noch den 5. Platz ins Ziel brachte. Wenn man bedenkt dass ich bei den Wechseln auf die anderen der Spitzengruppe 10-25 Sekunden verloren habe und am Ende der Zweiten nur knapp 40 Sekunden vor mir war, kann man leicht erkennen, dass mehr möglich gewesen wäre. Trotzdem bin ich insgesamt zufrieden, das Desaster, das ich nach den Trainingseindrücken in der letzten Woche auf dem Rad befürchtet hatte, blieb aus und beim Laufen geht es für Dezember sowieso schon sehr gut.
Insgesamt brauchte ich für die 5 km Laufen, 22 km Fahrrad und 2,5 km Laufen 1:10:55 Stunden, was trotz wesentlich schlechterer Wetterbedingungen nur 25 Sekunden langsamer war als letztes Jahr bei meinem 2.Platz. Wobei sich 16 Sekunden schneller gelaufen und 19 Sekunden langsamer Radfahren fast genau aufheben. Der Rest liegt in der Wechselzone.
Die Ergebnisse gibt es hier und eine Bildergalerie von Lauf-News.de hier
Bevor ich nächste Woche eine kleine Wintercrosspause einlege ging es noch einmal richtig zur Sache. Diesmal fühlte ich mich richtig gut! Zusammen mit dem „Ersttäter“ Mario und Edgar, der auch schon 4 Jahre nicht mehr hier war, merkte ich schon beim Einlaufen eine deutliche Verbesserung zu letzter Woche. Auf den ersten beiden Kilometern hatte ich dann noch mit Steffen Straub von Heart&Soul Stuttgart eine hartnäckige Begleitung, er musste dann aber doch abreisen lassen und wurde am Ende 3. Trotzdem spürte ich auch bei Kilometer 4 immer noch einen Atem in meinem Nacken: Bernhard hatte sich wieder festgebissen und lies auch bis zum langen Bergabstück nicht locker. Die erste Hälfte war mit 17:28 min 14 sec schneller als in den letzten Wochen, aber die Beine noch richtig locker. Das wirkte sich auch auf dem Wen nach unten aus, mit 2:56min war ich hier so schnell wie lange nicht mehr. Hier konnte ich dann auch endlich einen beruhigenden Abstand zwischen Bernhard und mich bringen. Am Ende konnte ich die angestrebte 34er Zeit mit 34:45 sicher erreichen und auch den Serienrekord von Manuel Ruhland zurückholen.
Endlich mal wieder ein Lauf mit dem ich rund um zufrieden sein kann.
Nächste Woche bin ich in Frankfurt beim Nikolaus Duathlon unterwegs.
Am Montag musste mein „München Zahn“ dran glauben. Mit dem Hinweis „aber heute bitte kein Sport mehr“ wurde ich nach Hause geschickt. Nachdem bis abends die ganze Geschichte noch dreimal angefangen hatte zu bluten und alles schön geschwollen war, hatte ich auch den Rest der Woche nicht gerade besonders viel Lust auf Sport. Aber immerhin fühlte ich mich am Sonntag fit genug für einen kleinen Geburtstagsausflug nach Goldbach. Nach dem „Gratulationsmarathon“ kam dann der weniger erfolgreiche Teil. Am Anfang konnte ich noch ganz gut mit Manuel Ruhland mithalten, besonders die ersten Berge gingen sehr gut. Vom Gefühl her hätte ich bis Kilometer 4 eigentlich alles lockerer eingeschätzt. Doch dann entwischte er mir doch so langsam und von hinten machte Bernhard richtig Druck. Halbzeit mal wieder in 17:40min, alles sogar noch auf Bestzeit-Kurs. Dann war die Kraft und die Luft raus, Bernhard zog vorbei und mein Tempo wurde immer langsamer. Kurz vor Schluß kam dann auch noch Jürgen Reiser, was mich noch mal zu einem Endspurt motivieren konnte. Am Ende stand dann eine 36:28min, was hoffentlich zum Streichergebnis wird. Und Bernhard, der in der M45 jetzt seine Goldbach-Bestzeit auf 35:22min verbessert hat, wird so zum harten Gegenspieler um den Gesamtsieg. Wenn nächste Woche der 4. der Rheinland-Pfalz-Meisterschaften M40 kommt, muss ich mich wieder in anderer Form zeigen! ![]()
Heute kamen die letzten Fäden raus und somit kann das Training wieder im normalen Umfang starten!
Eine seltsame Woche war das gewesen. Montag und Dienstag hab ich noch sehr locker gemacht, am Mittwoch war ich dann erstmals seit dem Urlaub wieder mit dem Rad zur Arbeit unterwegs. Das Wetter war super! Aber auf dem Heimweg kam ich plötzlich nicht mehr vorwärts. Der Hügel zwischen Schaafheim und Schlierbach kam mir vor wie ein Alpenpass. Der geplante Lauf am Nachmittag fiel dann ersatzlos aus. Der Rest der Woche verlief dann wieder ganz normal.
Am Sonntag war ich natürlich wieder in Goldbach am Start. Da Bernhard sich diesmal in Rom vergnügte wurde es noch einsamer als letzte Woche. Sehr schnell war ich alleine unterwegs und konnte bis ins Ziel 1:40 min herauslaufen. Bis zur Halbzeit lag ich 2 Sekunden hinter der Zeit der Vorwoche, am Ende reichte es zu einer Verbesserung um 12 Sekunden auf 35:10 Minuten. Nächste Woche noch einmal 12 Sekunden und schon ist die erhoffte 34er Zeit erreicht. Zweiter wurde diesmal Felix Alfen. Der A-Jugendliche hatte schon beim Hypolauf eine starke Leistung geboten und hat bestimmt in den nächsten Jahren noch einiges zu bieten. Für den sportlichen Höhepunkt des 2. Laufes sorgte Veronika Ulrich, die den Streckenrekord bei den Frauen auf 37:23 min verbesserte.
Heute ging es wieder los: Die Goldbacher Winterlaufserie ist in die neue Saison gestartet. Nach einer Woche mit etwas kratzigem Hals und schweren Beinen stand wieder am Start der Strecke die ich mittlerweile fast blind laufen könnte. Da die Konkurrenz verletzt ist (Gute Besserung an Timo Grub und David Karl!), gestern in Jügesheim am Start war (Glückwunsch an Marco zu seiner 34:03) oder einfach „unentschuldigt“ fehlte, war der Weg für mich frei. Zum Glück jagte Bernhard mich ordentlich, so dass ich nicht bummeln konnte. Die Strecke war ordentlich matschig und aufgeweicht und dadurch nicht besonders schnell. Die Halbzeit erreichte ich nach 17:42min, die 2. Hälfte, die eigentlich die schnellere ist, viel mir dann aber doch schwer und so wurde es nichts mit einer 34er Zeit, die ich aber für nächste Woche eingeplant habe. Am Ende stand eine 35:22min. Dieses Jahr muss man sich beeilen, sonst wird man von der schnellsten Frau überrannt.
Veronka Ullrich wird die Serie komplett mitmachen. Heute reichte es einen Tag nach dem Deutschen Crosscup immerhin schon zu einer 37:49. „Jetzt lauf ich jede Woche 30sec schneller, deine Zeit ist mein Ziel für den letzten Lauf“ sagte sie zu mir.
Bilder sind auch schon online
Und der Bericht von Laufreport ist auch online.

